Poecilia maculata (Günther, 1866);
Platypoecilus maculatus (Günther, 1866);
Poecilia maculatus (Günther, 1866);
Platypoecilus nigra Brind, 1914;
Platypoecilus pulchra Brind, 1914;
Platypoecilus rubra Brind, 1914;
Platypoecilus aurata Stoye, 1935;
Platypoecilus cyanellus Meinken, 1935;
Platypoecilus maculatus aurata Stoye, 1935;
Platypoecilus maculatus cyanellus Meinken, 1935;
Platypoecilus maculatus sanguinea Stoye, 1935;
Platypoecilus sanguinea Stoye, 1935
Zu den beliebtesten und bekanntesten Zierfischen gehört der Korallenplaty. Es handelt sich dabei um eine Zuchtform des Xiphorus maculatus, der im mittelamerikanischen Raum lebt und in zahlreichen Farbschlägen auftritt. Der Korallenplaty wird dabei seit etwa 1990 im Handel angeboten und hat sich in dieser doch recht kurzen Zeit zu einem der beliebtesten Zierfische in Deutschland entwickelt.
Die Korallenplatys sind den Zahnkärpflingen zugeordnet und gehören hier zur Familie der Lebendgebärenden Zahnkarpfen. Ihre Heimat kann als solche nicht beschrieben werden, da es sich bei den Korallenplatys lediglich um eine Zuchtform handelt. Der zugrunde liegende Fisch stammt allerdings aus den Tieflandgewässern in Mittelamerika.
Die Korallenplatys zeichnen sich durch eine dunkelrote Farbgebung aus, sowie durch einen sehr hohen Körperbau. Dies liegt darin begründet, dass dem Zierfisch ein Wirbel fehlt. Korallenplatys werden etwa vier bis sechs Zentimeter lang, die Männchen sind etwas kleiner, als die Weibchen und zusätzlich mit einem Begattungsorgan, dem so genannten Gonopodium, versehen. Das ist gerade bei nicht ausgewachsenen Jungtieren die einzige Möglichkeit, die beiden Geschlechter voneinander zu unterscheiden. Dieses Gonopodium zählt überdies zu den eindeutigen Eigenschaften der lebendgebärenden Zahnkarpfen. Die beiden Geschlechter unterscheiden sich in der Farbgebung dagegen so gut wie gar nicht, beide sind stark dunkelrot eingefärbt.
In seltenen Fällen können die Männchen aber etwas intensiver gefärbt sein. Ihre Länge beträgt etwa vier bis fünf Zentimeter, so dass sie kleiner bleiben, als ihre Weibchen.
Im Aquarium lassen sich Korallenplatys sehr gut halten. Sie gelten als besonders anspruchslose Zierfische, weshalb sie gerne für Anfänger in der Aquaristik empfohlen werden. Die Wassertemperatur im Korallenplaty Aquarium sollte zwischen 20 und 25 Grad Celsius betragen. Der optimale pH-Wert liegt bei 7,0 bis 8,0 und die Gesamthärte sollte bei fünf bis 30 dGH liegen. Mindestens 50 Liter sollte das Korallenplaty Aquarium allerdings fassen, die Fische selbst werden sich vorwiegend in der mittleren Wasserregion aufhalten.
Da Korallenplatys ausgesprochene Liebhaber von pflanzlicher Nahrung sind, müssen sie auch mit pflanzlichem Futter versorgt werden. Andernfalls gefährden sie die Pflanzen im Korallenplaty Aquarium, da sie gerne die Algen von Pflanzen und Deko-Artikeln zupfen und fressen. Neben den pflanzlichen Nahrungsbestandteilen sollte man den Korallenplatys auch Lebendfutter, sowie etwas Trockenfutter zukommen lassen.
Die Korallenplatys sind gesellige Tiere, die unbedingt in Gruppen gehalten werden müssen. Hierbei reichen kleine Gruppen aber oft schon aus. Wichtig ist, dass die Gruppen einen Weibchen-Überschuss bieten, da die Männchen die Weibchen doch sehr stark bedrängen können, wenn zu wenige von ihnen vorhanden sind. Das setzt die Weibchen unter Druck, sie werden gestresst und können dadurch auch ernsthaft erkranken. In kleineren Gruppen reichen drei Männchen und fünf Weibchen völlig aus, größere Gruppen können aber ebenfalls gebildet werden.
Vermeiden sollte man es, Korallenplatys mit anderen Platys oder Schwertträgern zusammen zu halten. Diese paaren sich oftmals miteinander, wodurch unerwünschter Nachwuchs entsteht, der zudem in nicht erwünschten Farbschlägen auftritt. Gut können die Korallenplatys dagegen mit kleineren Fischen gehalten werden, die dieselben Anforderungen an das Wasser stellen. So können Korallenplatys optimal mit Guppys harmonieren.
Die Becken der Korallenplatys sollten nur locker bepflanzt sein. Allerdings sollten sie ebenfalls verschiedene Schwimmpflanzen beinhalten, die als wichtige Rückzugsorte für die Jungtiere gelten.
Die Korallenplatys zählen zu den äußerst fruchtbaren Zierfischen und so wird man mit Nachwuchs binnen kurzer Zeit rechnen können, vorausgesetzt natürlich, es werden Männchen und Weibchen gehalten. Es sollte allerdings kein Ablaichkasten aufgestellt werden, da dieser die Fische oft stresst und zu Frühgeburten führen kann. Jungtiere brauchen allerdings ausreichend Versteckmöglichkeiten in Form von Schwimmpflanzen. Eine besondere Fütterung ist bei den Jungtieren nicht nötig, da sie lebendig geboren werden und bereits voll entwickelt sind, können sie ab der Geburt mit feinem Trockenfutter zugefüttert werden. Allerdings kommen nicht immer alle Jungtiere durch.
Sollte sich der Nachwuchs nicht so schnell einstellen, sollten Aquarianer prüfen, ob sie tatsächlich Männchen und Weibchen halten. Die ausreichend hohe Wassertemperatur zählt ebenfalls zu den Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Vermehrung. Darüber hinaus kann es helfen, wenn zusätzlich einige Weibchen ins Aquarium gesetzt werden.
© Ein Aquaristik Projekt der Firstlevel Media Deutschland Alle Rechte vorbehalten.Ausgewiesene Marken gehören ihren jeweiligen Eigentümern. Firstlevel Media / Aquaristik.org übernimmt keine Haftung für den Inhalt verlinkter externer Internetseiten.
