Hydras im Aquarium bekämpfen – Süßwasserpolyp und Hydra vulgaris

Weiße Hydra (Hydra vulgaris) im Aquarium: Heute kommen wir auf Tiere zu sprechen, welche sehr oft in unserem Aquarium vorkommen, aber meist nicht beabsichtigt werden. So können auch die Süßwasserpolypen schädlich für Tiere und in unserem Fall für die Zierfische und auch für die Pflanzen sein. Nicht alle dieser Kleinstlebewesen sind schlecht für ein Aquarium, aber es gibt auch Arten, welche nicht wirklich beliebt sind. Was denn überhaupt Süßwasserpolypen Hydras sind und welche Ursachen sie haben erfahrt ihr hier. Zudem verraten wir auch wie man diese wieder los wird.

Süßwasserpolypen

Was sind die Süßwasserpolypen Hydras denn überhaupt?

Zuerst muss man etwas ausholen, denn bei den Hydras gibt es vier verschiedene Arten wobei bei uns im Aquarium eigentlich nur eine Art Probleme macht. Die Weiße Hydra (Hydra vulgaris) ist ein kleines stabförmiges Tier, welches am Kopfbereich Tentakeln besitzt (10 Stück). Neben der weißen Hydra gibt es auch noch die grüne Hydra Chlorohydra viridis. Diese ist aber eher ungefährlich im Aquarium, kann aber dennoch vorkommen. Mit diesen kann sie sich überall festhalten. Meist tut sie dies an glatte Oberflächen wie den Aquarium Scheiben oder aber auch an Einrichtungsgegenständen. Zudem kann sie sich auch sehr gut an den Wasserpflanzen festhalten. Zu Beginn sind die Tiere recht klein und meist nur schwer zu erkennen. Werden sie entsprechend mit Futter versorgt, dann können Hydras aber bis zu 3 cm oder noch etwas größer werden (Natürlich sind sie weiterhin recht dünn und nur lange in einer Art Stielform). Da sie aber sehr klein im Aquarium vorkommen, sieht man sie meist recht spät, wenn sie sich schon sehr verbreitet haben. Das macht es auch schwer, rechtzeitig die Plagegeister zu entdecken.

Die Hydras gehören zu dem Stamm der Nesseltiere (Cnidaria) was weitere Probleme mit sich bringt. Sie besitzen nämlich eine Nesselkapsel. Diese enthält ein lähmendes Gift welches sie innerhalb von Millisekunden (ms) ihren Opfern reichen können. Somit sind diese schnell betäubt und die Polypen können dann diese verspeisen. Auf dem Speiseplan stehen viele Futtertiere, welche auch in einem Becken mit Jungfischen vorkommen. Dies können Artemia, Larven, Flohkrebse oder aber auch Plankton sein. Dies alleine wäre ja kein Problem, wenn da nicht noch weitere Tiere auf ihrem Speiseplan stehen würden.

 

Was ist denn die Gefahr von Süßwasserpolypen und Hydras

Viele Nano Aquaristiker und Garnelenliebhaber kennen diese Tiere ganz besonders gut, denn dort kommen sie auch recht oft vor. Natürlich kommen sie auch im normalen Aquarium vor, aber dort haben sie meist Fressfeinde wie gewisse Zierfische (Labyrinther und lebendgebärende Zahnkarpfen). Sie freuen sich über dieses Lebendfutter. In einem Garnelenbecken haben sie diese Fressfeinde nicht. Noch schlimmer. sie haben dort sogar Nahrung, denn Süßwasserpolypen und Hydras fressen gerne auch kleine Junggarnelen und Garnelenlarven. Genau, dass was kein Züchter gebrauchen kann. Auch in Zuchtbecken von Fischen und Laich kann dies zum Problem werden.

So können sich die Süßwasserpolypen und Hydras schnell vermehren und werden so zu einer Plage. Deshalb sollte man schnell die Tiere wieder loswerden. Aber bevor wir dazu kommen wie man sie wieder loswird, müssen wir darauf achten, wie es überhaupt dazu kommen kann.

 

Welche Ursachen gibt es, dass Süßwasserpolypen Hydras entstehen

Meist werden die Hydras eingeschleppt. Sei es von Wasserpflanzen, welche man im Fachhandel kauft (Deshalb empfehlen wir auch diese immer zu wässern, was aber leider auch keine Garantie ist), oder aber man schleppt sie durch andere Gegenstände oder Zierfische ein. Auch in Lebendfutter oder Mückenlarven kann man diese Plagegeister einschleppen. Ganz ausschließen kann man also diese Gefahr nie. Hat man sie dann muss man sich Maßnahmen überlegen wie man sie wieder loswerden kann.

Wie wird man die Hydras Polypen wieder los? Hydras im Aquarium bekämpfen

Gut, dass es dazu verschiedene Möglichkeiten gibt. Im Grunde kann man die Hydras auch mechanisch töten und entfernen, aber meist gestaltet sich dies als recht schwer, denn die Tiere können noch recht klein sein. Dennoch lassen sich diese vor allem an Scheiben recht schnell abkratzen. Auch das Einsetzen von Fressfeinden gestaltet sich vor allem im Nano Becken als recht schwer.

Im Grunde könnte man sie auch austrocknen lassen, was aber bedeuten würde, dass man sein Aquarium umschichten muss. Auch eine Möglichkeit welche eher schwer durchzuführen ist.

Immer wieder stellt man auch fest, dass ein Überangebot von Futter für die Vermehrung schuld ist. Deshalb heißt es auch ein paar Tage Fastenkur einzulegen, sofern der Besatz dies zulässt.

Sofern man die Möglichkeit hat das Becken auf über 40 Grad aufzuheizen scheint auch dies die Hydras zu töten. Natürlich muss es dazu möglich sein den Besatz aus dem Becken zu bekommen. Bei Garnelenbecken und auch Zuchtanlagen meist so nicht durchführbar.

Die wohl beste Möglichkeit schnell die Hydras wieder los zu bekommen ist der Einsatz von Kochsalz. Mit einer geringen Menge, wir empfehlen maximal 5 Gramm pro Liter Aquarienwasser lassen sich die Hydras ebenfalls bekämpfen. Allerdings gilt auch hier genau zu wissen was man tut, denn nicht alle Garnelen oder Fische vertragen so eine Kochsalzerhöhung im Aquarium.

Fassen wir die Möglichkeiten also nochmals zusammen:

  • Hydras abkratzen
  • Hydras austrocknen lassen
  • Natürliche Fressfeinde wie Honigguramis und andere Labyrinthfische aber auch Platy und Schwertträger aus der Gruppe der Lebendgebärenden.
  • Nicht mehr füttern einige Tage
  • Aquarium Wassertemperatur erhöhen auf 40 Grad oder mehr.
  • Kochsalz Methode

Natürlich gibt es auch noch gewisse chemische Mittel welche die Hydras bekämpfen können, jedoch sollte dies immer die letzte Möglichkeit sein. Zuerst sollten die naturnahen Methoden versucht werden. In den meisten Fällen führen diese auch zum Erfolg und man wird die Hydras los.

Abschließend noch ein Video wo man die Mikrotierchen stark vergrößert sehen kann:

 

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