Aquariumpflanzen düngen – Was Aquarium Pflanzen alles brauchen

Wasserpflanzen düngen: Wer schöne Wasserpflanzen in seinem Aquarium haben möchte, muss auch etwas dafür tun. Wasserpflanzen zu Pflegen ist eine Kunst. In der Zwischenzeit haben sich bereits Aquarianer mit dem Aquascaping Methoden sogar darauf spezialisiert, Aquarien nur mit Dekoration und Wasserpflanzen zu bauen. Wer im Gesellschaftsbecken Wasserpflanzen gedeihen lassen möchte, muss hier nachhelfen Dies geschieht mit unterschiedlichen Arten von Dünger und Düngung. Was es hier für Möglichkeiten gibt und was Wasserpflanzen überhaupt benötigen erfahrt ihr in diesem Ratgeber.

Pflanzen düngen

Was benötigen Wasserpflanzen um im Aquarium zu wachsen?

Im Grunde muss man die Anforderungen einteilen in verschiedene Gruppen. Nur so wird ein entsprechendes Wachstum der Pflanzen möglich sein.

 

Faktor 1: Das richtige Licht im Aquarium

Ohne Licht kommt keine Photosynthese zu Stande und damit auch kein Wachstum. Deshalb ist es enorm wichtig für die entsprechende Beleuchtung in einem Aquarium zu sorgen. Das ist es nicht nur entscheidend die entsprechende Lichtstärke in LUX und Lumen zu haben, sondern auch die Beleuchtungsdauer und auch die Lichtfarbe muss passen. Wir haben dazu einen ausführlichen Ratgeber zusammengestellt:

 

Alles über die richtige Aquarium Beleuchtung

 

Faktor 2: Der richtige Boden im Aquarium

Die meisten Aquarien Pflanzen (Egal ob Javamoos oder Wasserpest)nehmen ihre Nährstoffe vermehrt über den Boden auf. Wenn auch Wasserpflanzen die Eigenheit besitzen die Nährstoffe über die gesamte Pflanze aufzunehmen, ist der Nährboden enorm wichtig, um ein prachtvolles Wachstum zu erlangen. Welchen Aufbau wir hier bevorzugen und was es alles dazu beachten gilt, erfahrt ihr im folgenden Ratgeber zum Thema Aquarium Boden.

 

Alles über den richtigen Aquarium Boden

 

Faktor 3: Gute Wasserwerte

Auch das Wasser muss natürlich entsprechend passen, um Pflanzen entsprechend wachsen zu lassen. Dabei fängt alles mit der für die jeweilige Pflanze richtige Temperatur an. Hier sollte man genau auf die jeweiligen Bedingungen der Pflanzen achten. Damit aber nicht genug. Auch der PH Wert und die Härte des Wassers ist enorm wichtig. Nicht nur die Zierfische haben hier spezielle Anforderungen.

 

Faktor 4: Nährstoffe der Pflanzen

Der wohl wichtigste Punkt ist die Versorgung der Pflanzen mit den notwendigen Nährstoffen. Hier ist im Wesentlichen die Düngung gemeint. Bei den Nährstoffen gibt es eine große Vielfalt und auch das Licht und der Boden zählen mit dazu. Dennoch möchten wir hier eher auf andere Nährstoffe eingehen. Dazu zählen zum Beispiel Kohlenstoff CO2, Stickstoff N, Phosphor / Phosphat P, Kalium K, Kalzium Ca, Magnesium Mg, Schwefel S und viele weitere Mikronährstoffe wie Eisen Fe, Kupfer Cu, Mangan Mn, Nickel Ni und Chlor CI. Nicht alle diese Nährstoffe werden in den gleichen Konzentrationen benötigt.

Unterscheiden werden die Nährstoffe in Makro und Mikronährstoffe. Eines soll aber hier nicht unerwähnt bleiben. Es geht hier in diesem Übersichtsartikel nicht darum, die einzelnen Mikro und Makro Nährstoffe genau zu beschreiben, sondern vielmehr darum eine erste Hilfe bei Problemen zu bekommen. In weiteren Artikeln werden wir dann auch noch auf die einzelnen Anforderungen und chemischen Abläufe der einzelnen Stoffe zu sprechen kommen.

 

Wie dünge ich richtig mit CO2

 

Makronährstoffe für das Pflanzenwachstum

Die Makronährstoffe werden in größeren Mengen wie die Mikronährstoffe verbraucht. Dazu zählen vor allem die gelösten Gase wie CO2 oder aber auch Wasserstoff H oder Sauerstoff O. Auch Magnesium Mg und Calcium Ca werden vermehrt benötigt. Viele dieser Nährstoffe sind bereits im Aquarium Wasser enthalten. Bei einigen muss man aber für ein schönes und prachtvolles Pflanzenwachstum nachhelfen. Dazu zählen vor allem die CO2 Düngung und auch die Versorgung mit Magnesium. Aber auch der Anteil von Phosphat ist enorm wichtig.

 

Mikronährstoffe für das Pflanzenwachstum

Mit den Makronährstoffen ist es aber leider nicht getan. Auch Mikronährstoffe werden von den Pflanzen benötigt. Dazu zählen vor allem die Anreicherungen mit Eisen Fe, Chlor CI, Mangan Mn, Kupfer Cu, Silicium Si und auch Zink Zn. Diese Bestandteile werden zwar in wesentlich geringeren Mengen benötigt, aber dennoch müssen auch diese vorhanden sein. Eine Versorgung nur mit den Makrostoffen wurde zu einem Ungleichgewicht führen und somit kein schönes Pflanzenwachstum zulassen. Kommen wir nun aber darauf wie diese Stoffe denn in unser Aquarium kommen.

 

Nährstoffe aus der Wasserleitung

Bereits unser Trinkwasser kann einige von den Nährstoffen enthalten. Leider hat man dort sehr oft das Problem, dass gewisse Stoffe einfach nicht im entsprechenden Verhältnis vorliegen. Sei es, dass zum Beispiel der Kupfergehalt zu hoch ist und somit den Fischen schaden könnte oder aber auch der Anteil von CO2 zu gering. Deshalb müssen wir hier nachhelfen und entweder das Wasser bereits entsprechend aufbereiten, oder aber auch für die notwendigen Nährstoffe später uns kümmern.

 

Alles über die richtige Wasseraufbereitung im Aquarium

 

Die Düngung der Wasserpflanzen mit CO2

Sicherlich der Hauptnährstoff für ein gutes Wachstum der Aquarienpflanzen ist das CO2. Deshalb greifen auch immer mehr Aquarianer auf die Versorgung mit CO2 zurück. Die Möglichkeiten sind hier sehr vielfältig und reichen von der voll automatischen CO2 Düngung bis hin zur BIO CO2 Anlage. Wir haben die kompletten Möglichkeiten, den Aufbau der Anlagen und auch alles was es sonst noch zu wissen gibt in Sachen Co2 hier zusammengefasst.

 

 

Wie viel muss man denn düngen?

Die Frage nach wie viel mein Aquarium denn benötigt an Dünger, kann nicht mit einem festen Wert beantwortet werden. Hier gibt es sehr viele Faktoren, welche die Düngung beeinflussen. Diese sind folg aufgeführt:

 

  • Wie viel Licht steht den Pflanzen zur Verfügung?
  • Wie ist die Versorgung der Nährstoffe durch das Leitungswasser?
  • Wie oft wird ein Wasserwechsel gemacht?
  • Wir zusätzlich CO2 zugeführt?
  • Welche Arten von Wasserpflanzen sind im Aquarium zu finden?
  • Wie viele Wasserpflanzen sind vorhanden?

 

All diese Fragen beeinflussen die Aufnahme und die Notwendigkeit der Nachdüngung. Daher können wir keine generelle Empfehlung geben was die Menge betrifft. Jedoch kann man bei gewissen Werten auch eine Messung der Wasserwerte machen und somit schnell feststellen, ob den Pflanzen alles Notwendige zur Verfügung steht.

Machen sie also regelmäßige Wassertest zu folgenden Werten:

 

  • CO2 Kohlendioxid
  • Nitrat NO3
  • Phosphat PO4
  • Eisen Fe
  • Kalium K
  • Magnesium Mg

 

Diese Werte sollten sie immer im Blick haben und bei einem entsprechenden Mangel nachdüngen.

Die Hersteller geben natürlich auch Empfehlungen wie oft und wie viel man düngen sollte, jedoch gilt auch hier die oben aufgeführten Parameter. Dennoch sind diese Herstellerangaben zu beachten. Die Zusammensetzung der jeweiligen Präparate sind so vielfältig und fast unüberschaubar.

 

 

Wie oft muss ich denn meine Pflanzen düngen?

Auch diese Frage hängt stark mit der oberen Zusammen und kann nur bedingt beantwortet werden. Wir wollen zumindest mal einige Richtwerte von Stoffen hier veröffentlichen worauf sich Anfänger beziehen können. Profis werden sicherlich schnell ihre eigenen Parameter finden, denn sie sehen meist den Pflanzen auch an, welche Stoffe ihnen fehlen.

 

Richtwerte

 

  • CO2: Hier gibt es viele Unterschiedliche Meinungen, aber die Mehrzahl der Aquarianer ist hier für einen Wert zwischen 20 – 30 mg/l. Bei einem stark beleuchteten Aquarium kann es auch schon noch etwas mehr sein.
  • Nitrat NO3: Bei der Umwandlung des giftigen Nitrits entsteht Nitrat welches von den Pflanzen wieder aufgenommen wird. Siehe dazu auch den Stickstoff Kreislauf. Richtwert beim Nitra ist rund 10 bis 25 mg / Liter Aquarium Wasser. Ach dieser Wert kann man mit einem Tröpchentest nachweisen und messen.
  • Kalium K sollte ungefähr sich im Bereich von 10 – 30 mg/l befinden
  • Eisen Fe: Auch der Eisenwert ist besonders wichtig für das gedeihen der Wasserpflanzen. Dieser Wert sollte nie auf null sein. Hier heißt es Werte von bis zu 0,5 mg/l zu erreichen. Bei null sollte man nachdüngen.
  • Magnesium Mg: Auch das Magnesium im Wasser sollte nie bei null sein. Hier reichen Wert von bis zu 10 mg/l aus.
  • Phosphat PO4:  Sicherlich einer der wichtigsten Werte ist das im Wasser gelöste Phosphat. Hier sollten sie darauf achten, dass bis zu 1,5 mg/l sich im Wasser befinden.

 

Natürlich gibt es noch weitere Werte, welche aber sehr stark von den Pflanzen abhängig sind. So sollte man zum Beispiel genau auf die Temperatur achten, welche die jeweiligen Pflanzen benötigen. Auch die Menge und Intensität des Lichtes ist sehr unterschiedlich. Auch hier heißt es aufpassen und die jeweiligen Steckbriefe genau lesen.

 

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Was fehlt meinen Wasserpflanzen?

Auch diese Frage liest man sehr oft und nicht immer ist es einfach dies genau zu bestimmen. Blätter haben Löcher oder sind braun. Blätter fallen ab. Feine Haare machen sich an den Pflanzen zu schaffen. Ein Algenbelag bildet sich an den Pflanzen. Leichte Verfärbungen sind bereits zu sehen. Pflanzen wachsen nicht richtig oder gehen sogar ganz ein. Stiele sterben ab und vermodern. Und viele viele mehr Fragen stellen Aquarianer immer vor neue Herausforderungen. Hier heißt es genau hinzuschauen, um zu bestimmen was wirklich der Mangel der jeweiligen Pflanze ist. Leider kann auch das nicht immer helfen, denn sehr oft sind es viele Dinge welche Pflanzen schlecht oder gar nicht wachsen lässt.

 

Wir wollen an dieser Stelle auf unser Forum verweisen, denn dort könnte ihr die Bilder entsprechend veröffentlichen, so dass auch andere Aquarianer hier helfen können. Zudem bittet sich auch unsere Facebook Gruppe an.

 

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Welche Arten der Düngung gibt es überhaupt?

Man kann heute für fast jeden Mangel ein separates Produkt bei den verschiedenen Herstellern kaufen. Sei es bei JBL, Tetra, Aqua Rebell, Easylife, Dennerle oder auch viele kleinere Hersteller. Auch die Darreichungsform ist sehr unterschiedlich, wobei die meiste heute in flüssiger Weise zugeführt werden. Dennoch gibt es auch Langzeitdünger für den Boden oder die gasförmige Möglichkeit der Düngung mit Co2.