Aquaristik für Kinder: Das erste Aquarium für Kinder

Die schillernde Unterwasserwelt fasziniert nicht nur die Erwachsenen, sondern auch Kinder. Viele Eltern stellen sich die Frage: Sollen meine Kinder schon früh mit der Aquaristik vertraut gemacht werden? Ist es sinnvoll den Kindern ein Aquarium in das Kinderzimmer zu stellen? Ja, durch ein Aquarium im Kinderzimmer lernen Ihre Sprösslinge die schillernde und bunte Tierwelt der Gewässer kennen. Gleichzeitig lernen die Kinder auch Verantwortung zu tragen.

Die regelmäßige Fütterung und Pflege der Fische ist eine wichtige Aufgabe, die Ihre Kinder erfüllen müssen. Eine sorgfältige Planung ist deshalb sehr wichtig. Aquarien sind auch besonders gut geeignet, wenn keine anderen Tiere gehalten werden können, weil eine Tierhaarallergie besteht. Außerdem ist der Zeitaufwand viel geringer als bei der Haltung von anderen Tieren.

 

 

Aquaristik für Kinder in einzelnen Schritten erklärt:

  • 1. Wer trägt die Verantwortung für das Kinder Aquarium?
  • 2. Planung – Was muss alles bedacht werden?
  • 3. Welcher Standort ist der richtige?
  • 4. Welches Becken (Aquarium) ist für Kinder geeignet?
  • 5. Welche Fische werden eingesetzt?
  • 6. Wie das Aquarium einrichten?
  • 7. Warum muss eine Einfahrphase eingehalten werden?
  • 8. Was erfolgt nach dem Einzug der Fische im Aquarium?
  • 9. Kinder Aquarium

1. Wer trägt die Verantwortung für das Kinder Aquarium?

Das Aquarium enthält lebende Tier und ist deshalb kein Spielzeug. Mit der Haltung der Fische im Aquarium geht eine gute Pflege voraus. Sie müssen dem Kind vermitteln, dass es bei der Anschaffung eines Aquariums auch Pflichten hat und Verantwortung übernehmen muss. Und das über mehrere Jahre hinaus. Die Tiere sind von der Pflege durch das Kind abhängig. Durch die Übernahme der Pflege der Tiere lernt das Kind Verantwortung zu übernehmen und das Pflichtbewusstsein wird gefördert.

Entscheiden sich die Eltern, den Wunsch der Kinder zu erfüllen (ein eigenes Aquarium), haben die Eltern die Pflicht den Kindern mit Rat und Tat beizustehen. Wichtig dabei ist auch, dass Sie das Kind immer unterstützen, wenn es Fragen hat oder Hilfe benötigt. Vom Vorteil ist es, wenn die Eltern, nahe Verwandte oder Freunde haben, sich in der Aquaristik auskennen. Wenn sich jemand in der Aquaristik auskennt, kann er den Kindern bei den Aufgaben eine Hilfestellung und Ratschläge geben. Kinder sollten mindestens 10 Jahre alt sein. Spielerisch sollten die Kinder die Pflege und Fütterung der Fische erlernen.

 

 

2. Planung – Was muss alles bedacht werden?

Nach der Entscheidung, dass die Kinder Haustiere bekommen dürfen, sollten Sie auch bei der Planung, Auswahl der Tiere und vom Aquarium mit einbezogen werden. Die Kinder sollen ihre Wünsche äußern. Dabei entwickeln die Kinder Verständnis für die Ansprüche der Tiere. Dadurch fällt es den Kindern meist leichter sich um die neuen Mitbewohner zu kümmern.

 

3. Welcher Standort ist der richtige?

Die Kinder wünschen sich meist, dass das Aquarium in ihrem Zimmer aufgestellt wird. Einige Hersteller spezialisieren sich besonders auf Aquarien, die speziell für Kinder hergestellt werden und ein Blickfang für das Kinderzimmer sind. Dazu gehört zum Beispiel das „Minion Aquarium oder „Käpt‘n Blaubär Aquarium“. Beachten Sie jedoch einige Punkte, die für die Aufstellung eines Aquariums nötig sind:

  • keine direkte Sonneneinstrahlung – Überhitzung des Wassers oder vermehrter Algenwuchs
  • gut einsehbar für das Kind – Höhe des Standortes berücksichtigen
  • Kinder sollten vor dem Aquarium nicht zu laut toben bzw. sollte es an keinem Ort stehen, wo ständig Durchgangsverkehr ist – die Tiere erschrecken schnell
  • Gewicht des Aquariums beachten – deshalb wird eine Unterkonstruktion benötigt, die stabil ist
  • ein kleines Becken (54 Liter) kann bis zu 70 Kilogramm schwer werden – mit Bodengrund und Deko
  • kleines oder großes Becken – ein kleines Aquarium ist nicht einfacher als ein großes Becken zu pflegen, da beim großen Aquarium das Ökosystem eher stabiler ist

 

4. Welches Becken ist für Kinder geeignet?

Die meisten möchten ein kleines Becken, um Platz im Kinderzimmer zu sparen. Ein wichtiger Faktor, der berücksichtigt werden sollte, ist das ein größeres Becken bessere und stabilere Wasserwerte erreicht. Besonders wenn sich die Kinder um das Aquarium kümmern, kann es zu kleinen Pflegefehlern kommen, die ein Aquarium verkraften muss. Bei einem kleinen Aquarium kann durch zu großer Futtermenge das Wasser des Aquariums schnell kippen und sogar zum Tod der Fische führen. Ein großes Becken verkraftet das meist besser.

Es wird von einem Kauf eines Nano Aquariums für Kinder abgeraten. Besser ist es ein Aquarium mit einem Volumen von 54 Liter zu kaufen. Die Kantenlänge beträgt ca. 60 Zentimeter. Es ist ein Aquarium für Einsteiger.

Einsteigersets werden meist mit der dazugehörigen Technik angeboten. Im Lieferumfang des Aquariums sind enthalten: Filter, Heizstab, Beleuchtung, Thermometer und Deckel. Auch kindgerechte Varianten sind im Handel zu finden. Besonders gut ist eine Zeitschaltuhr geeignet, um die Beleuchtung regelmäßig zu einer bestimmten Uhrzeit ein- bzw. auszuschalten, damit die Tiere regelmäßige Ruhezeiten haben.

 

5. Welche Fische werden eingesetzt?

Für ein Kinderaquarium sind besonders pflegeleichte und robuste Fische geeignet. Die Kinder werden viel Zeit vor dem Aquarium verbringen, um die Bewohner und ihre Gewohnheiten zu beobachten. Deshalb sollten es Fische sein, die leicht zu beobachten sind. Einige Fische kommen nur bei der Fütterung heraus, weil sie sich sonst die ganze Zeit im Sand eingewühlt haben. Ist das Aquarium mit nur solchen Fischen besetzt, verliert ihr Kind leicht die Lust die Fische zu beobachten.

Zierfische, die aktiv und gleichzeitig farbenfroh sind, sind der beste Besatz für ein Kinder Aquarium. Zu empfehlen sind Guppys oder Platys (lebendgebärende Zahnkarpfen). Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass es widerstandsfähige und gesunde Stämme sind. Fische, die geringere Ansprüche stellen, sind zum Beispiel verschiedene Arten von Panzerwelsen oder Amano Garnelen. Besser ist es sich zeitig genug Gedanken zu machen, welche Art von Fischen als Besatz für das Aquarium gewählt werden und ob diese mit anderen Fischarten verträglich sind.

 

 

6. Wie das Aquarium einrichten?

Nun geht es an die Gestaltung des Aquariums. Die Unterwasserwelt sollte nach den Wünschen der Kinder eingerichtet werden. Egal ob sich das Kind ein versunkenes Schiffswrack, eine Szenerie aus einer Kinderserie wünscht oder es ganz natürlich bleiben soll. Jedoch muss auch noch genügend freier Raum zum Schwimmen für die Tiere da sein. Fische benötigen einen Rückzugsort.

Damit sich die Fische wohlfühlen, müssen auch Pflanzen, Steine und Wurzeln im Aquarium mit eingeplant werden. Der Bodengrund sollte möglichst dunkel gehalten werden. Helle Farben vom Bodengrund können bei Fischen Stress verursachen.

Wichtig ist, dass Sie das Becken mit dem Kind gemeinsam einrichten. Zur Pflege gehört auch ein Teilwasserwechsel, der aller zwei Wochen erfolgen sollte. Dabei wird immer ein Drittel des Wasser gewechselt.

 

 

7. Warum muss eine Einfahrphase eingehalten werden?

Nachdem im Aquarium alles eingerichtet ist, das Becken mit lauwarmem Wasser befüllt wurde und die Technik alles läuft, kann es losgehen. Fische werden gekauft. Stopp!! Erst mal wird die Geduld der Kinder geprüft. Warum? Bevor Sie die Fische mit den Kindern kaufen gehen, müssen Sie aber erst mal das Aquarium einer Einfahrphase unterziehen.

Diese Einfahrphase kann bis zu vier Wochen dauern. Das kann für die Kinder zu einer großen Herausforderung in Geduld werden. Warum ist das aber notwendig? Das ist wichtig, damit die Wasserwerte sich so einpendeln, damit die Fische den perfekten Lebensraum haben. Danach können die Fische eingesetzt werden. Die Wahl von robusten Fischen ist besser, da diese nicht so anfällig sind. Informieren Sie sich vorab mit den Kindern bei einem Fachhandel, welche Fische geeignet sind.

 

 

8. Was erfolgt nach dem Einzug der Fische im Aquarium?

Nach dem Einfahren des Aquariums können die Fische in ihrer Unterwasserwelt Einzug halten. Jetzt können die Kinder nach und nach die Aufgaben übernehmen. Am Anfang sollten viele Dinge gemeinsam getan werden. Danach sollte die Verantwortung immer mehr den Kindern übertragen werden. Besonders gern übernehmen die Kinder die Fütterung der Fische. Jedoch kann es dazu führen, dass die Kinder es dabei zu gut meinen. Besser ist es das Futter gleich zu portionieren.

Besonders ist auch Vorsicht geboten bei der Handhabung mit den elektrischen Geräten und Wasser. ACHTUNG!! Die Kinder am Anfang nie allein den Wasserwechsel oder die Entnahme der Technik machen lassen. Erst die Kinder richtig einweisen und gemeinsam diese Arbeiten erledigen, damit die Kinder den richtigen Umgang lernen.

 

 

9. Kinder Aquarium

Eine eigene Unterwasserwelt für Kinder ist eine sehr gute Möglichkeit Verantwortung und Pflichtgefühl zu übernehmen. Außerdem können die Kinder die Fische aus nächster Nähe betrachten. Es wirkt auf die Kinder beruhigend und ist immer interessant. Besonders wenn vielleicht die Guppy- oder Platy Paare junge bekommen. Das ist sehr faszinierend für Kinder. Zu sehen wie die ganz kleinen Fische zu wunderschönen farbigen Fischen heranwachsen. Bei vielen wird es ein Hobby, was ihr ganzes Leben lang begleitet. Gemeinsam werden Sie viel Freude daran haben, wenn Sie ihrem Kind dabei helfen und mit Rat und Tat zur Seite stehen.

 

 

Kernpunkte die beachtet werden sollten:

  • 1. Verantwortung der Kinder bewusst machen
  • 2. Eltern, Verwandte oder Freunde einplanen, die das Kind unterstützen
  • 3. Standort sollte gemeinsam ausgewählt werden
  • 4. Richtige Aquariengröße gemeinsam auswählen
  • 5. Besser ein Einsteiger Komplettset kaufen, hier ist die notwendige Technik enthalten

 

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