Wasserwechsel in der Einfahrphase

Wasserwechsel und Düngung der Wasserpflanzen während der Einfahrphase durchführen: Heute wollen wir uns einem Thema widmen, welches immer wieder in Foren zur Diskussion steht. Wann sollte man den 1. Wasserwechsel bei einem neu eingerichteten Aquarium machen? In enger Verbindung steht hier auch die Frage nach der ersten Düngung des Aquariums. Auch diese Frage wollen wir entsprechend beantworten. Wobei man eines gleich sagen muss. Es gibt hier sicherlich kein richtig oder falsch. Viel mehr können verschiedenen Kombinationen zum Erfolg führen.

Wasserwechsel ab wann
Wann ist der erste Wasserwechsel fällig?

Was ist denn überhaupt mit dem Einfahren eines Aquariums gemeint?

Zuerst vielleicht noch ein Wort was denn überhaupt in der Einlaufphase eines Aquariums passiert und warum dies denn so wichtig ist. Mehr Informationen und auch eine entsprechende Infografik gibt es im entsprechenden Ratgeber.

Damit im Aquarium ein biologisches Gleichgewicht entstehen kann, müssen sich zuerst gewisse Bakterien bilden. Diese Bakterien sind wiederum notwendig, dass gewisse Schadstoffe abgebaut bzw. umgewandelt werden. Man spricht hier meist auch von Nitrifikation. Eine Umwandlung vom giftigen Nitrit in das ungiftige Nitrat findet hier statt. Hat man diese Bakterien noch nicht, dann wird es nicht zu einer Umwandlung kommen. Deshalb sollte man ein Aquarium entsprechend einfahren und Fische erst dann einsetzen, wenn der Nitritpeak überstanden ist. Dies ist letztendlich der höchste Wert, welcher entsteht, bevor die Nitrobacter Bakterien die Arbeit beginnen können.

 

Wie lange das Einfahren dauert hängt von vielen Faktoren ab. Zum einen kann dies auch die Notwendigkeit zur Entstehung der Bakterien sein. Je mehr Schadstoffe im Aquarium sind, desto mehr wird die Produktion der Bakterien auch angeregt.

 

Was passiert durch einen Wasserwechsel?

Dass ein Wasserwechsel (WW) auch sinnvoll ist haben wir bereits in unserem großen Ratgeber zum Wasserwechsel erläutert. Diese Frage soll an dieser Stelle nicht nochmals erläutert werden und wir verweisen auf den Artikel zum WW.

 

 

Der Grund eines Wasserwechsels ist meist die Reduzierung der Schadstoffe, die Entfernung des Mulms und auch den Austauschen von gewissen Stoffe im Aquarium. Sei es auch eine Zufuhr von Mineralstoffen, welche man im Leitungswasser hat. Der Hauptgrund ist aber in der Entfernung der Schadstoffe und Belastungen zu suchen.

 

Wann mache ich den ersten Wasserwechsel?

Wenn man also schon bereits nach einer Woche des Einfahrens eines Aquariums einen Wasserwechsel durchführt, könnte es dazu kommen, dass die Förderung des Bakterienwachstums etwas gehemmt wird. Dies muss nicht willkürlich sein, dann vor allem im Bereich des Mulms und Bodengrundes, aber auch im Filter des Aquariums lagern sich Bakterien ab. Diese sollten natürlich nicht entfernt werden.

Dennoch könnte ein Wasserwechsel die Einfahrdauer verlängern.

 

Es spricht also einiges dafür die den Wasserwechsel nicht zu früh zu machen und vielleicht diesen erste nach einigen Wochen (4 – 6 Wochen) durchzuführen. Erst dann, wenn quasi der Nitritpeak stattgefunden hat und man kurz vor dem Besatz mit Fischen ist.

 

Es gibt aber auch Gründe einen Wasserwechsel schon früher durchzuführen. Da sich ja die Nitrobacter nicht im Wasser aufhalten, wird man diese auch wenig entfernen, wenn man einen WW macht. Dennoch können Schadstoffe und damit der Anreiz zur Bildung reduziert werden.

Wer allerdings neu in der Aquaristik ist, der kann bereits jetzt mal üben. Einen Wasserwechsel durchzuführen, wenn noch keine Fische drin sind kann Vorteile bringen. Man lernt wie man das Wasser am besten entnimmt und auch wieder zurück in das Wasser gibt. Hier muss darauf geachtet werden, dass nicht zu viel Sand oder Kies des Bodengrundes aufgespült werden. Zudem muss man auch darauf achten, dass keine Pflanzen ausgeschwemmt werden. Auch das lässt sich bereits jetzt sehr gut üben.

 

Fassen wir also folgenden Möglichkeiten zusammen:

 

  • Möglichkeit 1: Wasserwechsel erst kurz vor dem Besatz der Fische
  • Möglichkeit 2: Wasserwechsel von Beginn an in einem entsprechenden Turnus
  • Möglichkeit 3: Wasserwechsel nicht in der Einfahrphase

 

Wie bereits oben beschrieben hat jede Möglichkeit gewisse Vor und auch Nachteile. Wir würden bei einem Anfänger empfehlen einmal den Wasserwechsel zu üben und dann erst wieder einen Wasserwechsel kurz vor dem Besatz der Fische zu machen. Eingefleischte Aquarianer, können ganz auf den Wasserwechsel in der Einlaufphase verzichten.

Unsere Empfehlung: Anfänger können bereits in der Einfahrphase mal üben und alles testen. Ansonsten würden wir erst den Wasserwechsel kurz vor dem Einsetzen der ersten Fische machen.

 

Wie verhält sich das Ganze in Bezug auf die Düngung der Pflanzen

Auch hier wird es schwer ein richtig oder falsch zu nennen. Enes scheint sich aber recht deutlich herauszustellen. Man sollte nicht düngen, bevor die Pflanzen nicht angewachsen sind. Wie lange dies dauert hängt sehr stark von den Pflanzen ab. Hier gibt es schnellwachsenden Pflanzen und auch eher langsam wachsenden. Je nachdem ist auch die Zeit des Anwachsens.

Man sollte aber nach unserem Empfinden in den ersten beiden Wochen noch nicht irgendeinen Dünger benutzen. Dies würde auch das Wachstum der Algen, welche vor allem in der Einfahrphase sehr groß ist, weiter begünstigen.

Mehr zum Thema Düngung von Wasserpflanzen gibt es auch im entsprechenden Ratgeber.

 

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