Sumatrabarbe Puntigrus tetrazona

Die Sumatrabarbe im Steckbrief zur Haltung, Pflege, Merkmale und Aussehen und auch zur Zucht. Vor allem gehen wir auch auf die Unterscheidung zur Fünfgürtelbarbe genauer ein. Hier gibt es immer wieder diverse Diskussionen. Bevor wir aber zur Unterscheidung kommen schauen wir uns die Herkunft der Sumatrabarbe genauer an. Auch die Sumatrabarbe gehört wie auch die Fünfgürtelbarbe zu den Karpfenfischen (Cyprinidea). Bereits vorgestellt haben wir hier auch den Keilfleckbärbling.

 

 

Vielleicht noch etwas zur Namensgebung, denn nicht nur der Name Sumatrabarbe oder aber der lateinische Name Puntigrus tetrazona kommt hier in Spiel, sondern sehr oft liest man auch den Namen der Viergürtelbarbe, was bereits ein wichtiges Merkmal zur Fünfgürtelbarbe äußert.

Sumatrabarbe
Fünfgürtelbarbe oder Sumatrabarbe?

Herkunft der Sumatrabarbe

Recht witzig bei der Herkunft ist hier die Tatsache, dass die Sumatrabarbe auf der Sumatra Insel gar nicht vorkommt. Zumindest kann man dies in verschiedenen Werken so nachlesen. Die Sumatrabarbe hat ihre Herkunft vielmehr im Bereich Singapur und Malaysia. Dort leben sie vor allem in ruhigen bis stehenden Gewässern. Heute werden Sumatrabarbe in allen Bereichen der Erde entsprechend gezüchtet, so dass Wildfänge so gut wie nicht mehr vorkommen. In Europa sind die wohl größten Zuchtfarmen in Tschechien zu finden.

Natürlich kann man sich jetzt die Frage stellen, warum die Tiere denn dann Sumatrabarben heißen. Dies kommt davon, dass man auf Sumatra Arten gefunden hat und diese mit den ursprünglichen Sumatrabarbe verwechselt. Dies könnte auch die Fünfgürtelbarbe sein, wobei es keine genauen berichte gibt.

Merkmale und Aussehen

Auch die wissenschaftliche Beschreibung der Art stellt noch viele Fragezeichen dar. Meist liegen Verwechslungen mit anderen Arten vor, jedoch sollte man sich was die Erkennung der Tiere angeht auf die vier schwarzen oder dunklen eher breiten Streifen auf dem Körper verlassen können. Diese sind ein markantes Erkennungszeichen und lassen sie im Vergleich zu den Fünfgürtelbarben auch unterscheiden. Zudem ist auch die Körperform etwas gedrungener und kompakter. Die Tiere werden bis zu 7 cm groß und sind daher auch etwas größer wie die Fünfgürtelbarbe. Der Körper ist eher gelblich und man kann vor allem die eher roten Flossen (Rückenflossen und auch Schwanzflossen) als wesentliches Merkmal bewundern. Deshalb scheint dieser Fisch auch sehr oft und gern in unseren Aquarien gehalten zu werden.

Die Unterscheidung zwischen Männchen und Weibchen fällt hier eher schwer. Im Grunde ist auch hier das Weibchen größer und hochrückiger. Zudem erscheint es einem auch fülliger, vor allem während der Laichansetzung. Die Männchen sind intensiver gefärbt.

Sumatrabarbe können bis zu 7 Jahre alt werden und sind damit eine der eher robusten und langlebigen Arten im Aquarium.

Verhalten der Sumatrabarbe

Auch beim Verhalten gibt es einiges zu beachten, denn immer wieder werden die Tiere als eher aggressiv eingestuft. Dem ist aber nach unserer Erfahrung nicht so. Meist wird ihr verspieltes und lebhaftes Verhalten nur so gedeutet. Aufpassen sollte man jedoch mit Zierfischen welche langen Flossen und Fäden haben. Als Beispiel wäre hier der Skalar oder aber auch die Fadenfische und Guppys zu nennen, denn dort könnte die Sumatrabarbe zum Flossenzupfen Neigen. Ansonsten gilt es aber vor allem zu beachten, dass die Sumatrabarbe nur in einer Gruppe zu halten sind. Optimal sind Gruppen ab 10 Tieren. Dann fühlen sich die Zierfische besonders wohl.

Bei der Vergesellschaftung sollte auf die oben genannten Punkte beachtet werden. Vor allem mit anderen Barben oder Bärblingen sollte eine problemlose Vergesellschaftung möglich sein.

 

Wasserbedingungen und Haltung der Sumatrabarbe

Kommen wir noch zu den Anforderungen im Aquarium. Eine Gruppe ab 10 Tiere sollte nicht unter einem Becken mit 100 Liter Fassungsvolumen gehalten werden. Besser sind hier noch größere Gruppen ab 200 Liter. Zudem sollte das Aquarium zum einen im hinteren Bereich gut Versteckmöglichkeiten haben und zum anderen sollte hier auch ein großer Freiraum den Fischen zur Verfügung stehen, da diese sehr gute Schwimmen sind. Deshalb liest man auch immer wieder, dass die Tiere ein eher hektischen Verhalten haben.

Bei der Temperatur gibt es keine besonderen Anforderungen. Einzig alleine sehr warmes Wasser über 27 Grad wird nicht gemacht. Unter 22 Grad sollte man die Tiere auch nicht halten. Im Vergleich zu den Fünfgürtelbarben kann man Sumatrabarben in einem breiten Bereich des Ph Wertes zwischen 6 und 7,5 halten. Auch an die Härte des Wassers gibt es nur wenig Anforderungen. Hier sind Härtegrade bis 20 möglich.

Gefressen wird hier im Grunde alles. Sei es Flockenfutter oder aber auch Lebendfutter. Nicht vergessen sollte man eine ausgewogene Ernährung wobei auch das Grünfutter zählt.

 

Zucht der Sumatrabarbe

Natürlich ist auch hier die Zucht möglich und diese stellt im Vergleich zu der Fünfgürtelbarbe weniger Anforderungen dar. Eines sollte aber auf jeden Fall beachtet werden. Die Elterntiere fressen auch hier ihre Eier und sollten deshalb aus dem Zuchtbecken nach dem ablaichen genommen werden. Sumatrabarbe sind Laichräuber. Man kann die Zucht in einem Becken mit feingliedrigen Pflanzen versuchen aber wir empfehlen lieber ein separates Becken mit nur wenig Inhalt zu nehmen. Unten sollte ein Gitter rein, so dass die Eltern nicht an den Laich kommen. Mit kaltem Wasser kann man die Fische zum Ablaichen anregen. Nach zwei Tagen bereits schlüpfen die Jungen und man kann sie mit gewöhnlichen Aufzuchtfutter aufziehen.

Man sollte darauf achten, dass man ein entsprechendes Paar aussucht, denn erst nach ca. 5 Monaten sind die Tiere Geschlechtsreif.

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