Keilfleckbärbling Trigonostigma heteromorpha

Keilfleckbarbe vorgestellt – Alles zur Haltung, Zucht, Vergesellschaftung und Pflege des Keilfleckbärbling. Die einen nennen sie Keilfleckbarben und bei den anderen sind es jedoch wieder die Bärblinge. Egal welcher Name verwendet wird, aus der Gruppe der Barben sind diese Fische sicherlich eine der beliebtesten in unseren heimischen Süßwasser Aquarien. Die Trigonostigma heteromorpha gehören zu den karpfenartigen Fischen. Hier wollen wir euch über alles Wissenswerte zu diesem Fisch informieren. Natürlich spielt auch wieder der Steckbrief, was die Haltung und Pflege angeht eine große Rolle.

 

Keilfleckbarbe Aquarium
Photo Stefan Maurer https://flic.kr/p/3QvJMX

Herkunft und Lebensraum der Keilfleckbärblinge

Der Ursprung dieser Fische liegt in Singapur. Dort wurden sie als erstes entdeckt. Das gesamte Verbreitungsgebiet erstreckt sich über den Südosten von Thailand. Dort leben die Fische in einem besonders weichen Wasser mit einer Härte von unter 3 Grad. In unseren Gefilden eher nur sehr selten anzutreffen. Heute jedoch wird man die Keilfleckbärblinge nicht mehr als Wildfang kaufen, sondern er wird sehr erfolgreich angezüchtet. Große Züchtereien findet man auf dem ganzen Globus, wobei auch hier Thailand prädestiniert scheint. Zudem gibt es aber auch Züchtungen in Europa wie Polen oder aber auch Tschechien.

In der Natur leben die Fische meist in dicht bewachsenen Uferbereichen. Die Gewässer sind dabei sehr klar und haben eine eher geringere Strömung.

Bei den Keilfleckbärblinge kommt oft auch eine Unterart ins Gespräch, welche man unter dem Namen Hengels Keilfleckbärblinge kennt. Lateinischen nennt sich diese Art Rasbora hengeli. Die normale Keilfleckbarbe wird auch Rasbora heteromorpha genannt. Vor allem der Hengels Keilfleckbärbling beeindruckt durch seine besondere Färbung. Er wird vor allem bei einem schwachen Licht eher rosa.

 

 

Aussehen und Merkmale des Keilfleckbärbling

Kommen wir nun zum Aussehen. Grundsätzlich ist das wohl wichtigste Erkennungsmerkmal von Barben ihre Barteln im Mundbereich. Leider kann man diese vor allem bei kleineren Arten nicht sehen, oder diese sind so winzig. So auch bei den Keilfleckbärblingen. Die Erkennung der Fische anhand der Barteln scheint hier nicht möglich zu sein. Die Fische sind eher hochrückig und haben eine gedrungene Form. Keilfleckbärblinge haben aber ein ganz bestimmtes Erkennungsmerkmal, welches bereits schon im Namen der Fische enthalten ist. Der benannte Keil, welcher sehr dunkel bis schwarz ausgeprägt ist sitzt im hinteren Teil des Körpers und bildet eine Art Dreieck. Wir haben dazu natürlich auch ein Bild angefügt, welches den Fisch sehr gut zeigen sollte. Das Maul einer Barbe ist oberständig, was sich wiederum auch auf den Lebensraum widerspiegelt. Sie lebt im mittleren Wasserbereich.  Die restliche Färbung des Körpers des Keilfleckbärbling ist weiß bis silbern und schimmert vor allem auch durch die eher größeren Schuppen sehr schön. Mit einer gewissen Beleuchtung kann man hier noch wesentlich mehr Zeichnungen sehen.

Keilfleckbärblinge sieht man aber auch in anderen Färbungen. So können durch verschiedene Züchtungen auch Exemplare mit einem rosa oder purpur farbenen Schein entstehen.

Der Keilfleckbärbling wird bis zu 4,5 cm groß, wobei die Hengels Keilfleckbärblinge eher kleiner bleiben.

Die Unterscheidung zwischen Männchen und Weibchen ist hier nicht immer einfach. Zum einen kann man eine intensivere Färbung bei den Männchen erkennen und zum anderen erkennt man auch einen größeren Keil bei den Männchen. Dieser sieht sich dann weiter nach vorne richtig Maul. Bei der Größe gibt es nur wenig Unterschiede.

 

Keilfleckbärbling Aquarium
Photo Stefan Maurer https://flic.kr/p/3QvWfK

Haltung und Pflege der Keilfleckbärblinge

Kommen wir nur zur Haltung und den Ansprüchen der Fische, welche diese benötigen um sich auch in unseren Aquarien wohl zu fühlen. Beginnen wir mit der Größe der Becken. Diese sollten 60 cm Kantenlänge nicht unterschreiten. Unter 60 Liter sollte man keine Keilfleckbärblinge halten und selbst bei dieser Größe wird man keine besonders große Gruppe halten können. Siehe dazu auch unsere Besatzvorschläge.

Die Tiere sollten auf jeden Fall in einer Gruppe von 6 oder mehr Fischen gehalten werden. Sie sind ausgesprochene Schwarmfische und leben in der Natur meist in sehr großen Schwärmen.

Bei den Temperaturanforderungen sollte man dafür sorgen, dass man sein Wasser auf 22 bis 28 Grad einstellt. Beim PH Wert kann man Werte von 5 – 7 als geeignet ansehen. Die Härte sollte im Bereich bis maximal 15 liegen. Sie lieben wie bereits eingangs erwähnt eher weiches Wasser. Vor allem dann, wenn man die Fische züchten möchte. Hier benötigt man anderes Wasser, denn die Zucht ist ohnehin nicht so einfach wie bei anderen Arten. Dazu aber auch später mehr. In ihrem natürlichen Ursprung haben sie sehr weiches Wasser. Durch die Nachzuchten sind die Fische aber wesentlich robuster geworden.

Keilfleckbärblinge lieber vor allem eher dunklere Becken welche zudem auch sehr gut bepflanzt werden sein sollen. Dichte Bepflanzung und ruhige Bereiche sollten auf jeden Fall vorhanden sein. Nur so fühlen sich die Fische auch wohl im Aquarium.

Übrigens können die Fische bis zu 6 Jahre alt werden.

 

Vergesellschaftung der Keilfleckbärblinge

Natürlich gilt es die oben genannten Dinge auch bei der Vergesellschaftung der Tiere zu beachten. Vor allem lassen sich die Fische sehr gut mit anderen Barben vergesellschaften. Die Tiere sollten aber gut zusammenpassen. Keilfleckbärblinge sind eher lebhaft einzustufen.

Natürlich sieht man Keilfleckbärblinge auch immer wieder in einem Gesellschaftsaquarium. Dort werden sie meist mit den bekannten Lebendgebärenden wie den Guppys oder aber auch den Platys zusammengehalten. Eine Vergesellschaftung mit bodenlebenden Arten wie den Panzerwelsen oder aber auch den L Welsen wie der Antennenwels ist dabei auch kein Problem.

Zucht der Keilfleckbärblinge

Kommen wir noch zur Zucht der Keilfleckbärblinge, welche man als eher anspruchsvoll bezeichnen kann und sicherlich im Gesellschaftsaquarium nur bedingt möglich ist. Meist wird dies in einem Artaquarium möglich sein. Bevor man mit der Zucht beginnt, sollte man die Wasserwerte entsprechend einstellen. Dazu dient ein PH Wert unter 7 und ein sehr weiches Wasser. Wir wurden maximal einen Wert von 5 Grad anstreben. Ohne eine entsprechende Osmoseanlage wird dies nicht möglich sein. Zudem muss auch die Bepflanzung des Aquariums passen, denn bei den Keilfleckbärblingen handelt es sich nicht um lebendgebärende Arten, sondern hier wird abgelaicht. Die Fische laichen am liebsten an Blättern ab. Deshalb sollte man auch dafür sorgen, dass großblättrige Pflanzen ins Aquarium eingesetzt werden. Prädestiniert scheint hier vor allem die kleine Cryptocoryne (Wasserkelche) zu sein.

Man muss auch ein Pärchen entsprechend alleine für die Zucht ansetzen. Darauf achten sollte man auch, dass man nach einem erfolgreichen Ablaichen und dem damit verbundenen befruchten, die Tiere aus dem Becken entfernt, denn Keilfleckbärblinge fressen gerne ihren eigenen Laich. Wir empfehlen deshalb auch genaues beobachten, denn sonst kann man den entsprechenden Zeitpunkt verpassen.

Bereits nach einem Tag werden dann die Jungen schlüpfen. Diese sollten gleich entsprechend gefüttert werden. Aufzuchtfutter in Form von Artemia ist dazu besonders gut geeignet.

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