Platy oder Spiegelkärpfling Xiphophorus maculatus

 

Platy oder Spiegelkärpfling im Steckbrief vorgestellt: Anfänger lieben neben dem Guppy auch den Platy. In fast jedem Becken ab ca. 60 Liter kommt der Platy vor. Er gilt nicht nur als ausgezeichneter Anfängerfisch, sondern ist zudem auch in fast allen Besetzungsvorschlägen mit dabei. Deshalb wollen auch wir den Platy genauer unter die Lupe nehmen und Informationen zum Verbreitungsgebiet, zur Zucht, zu den Haltungsbedingungen im Aquarium und zur Fütterung hier veröffentlichen. Neben dem Fadenfisch und auch den Welsen, wird auch der Platy immer wieder besetzt. Warum das so ist, wird nachfolgend beantwortet.

 

Platy

Wo kommt der Platy her und was ist sein Verbreitungsgebiet?

Zuerst noch ein Wort zur Gattung und Gruppe der Platys, denn auch sie gehören zu den lebendgebärenden Zahnkarpfen was bereits jetzt einiges zur Fortpflanzung und Zucht aussagt. Zur Zucht kommen wir aber in einem späteren Kapitel genau zu sprechen. Meist wird der Platy nur noch mit diesem Namen gesprochen, aber auch Spiegelkärpfling kann man zu ihm sagen. Lateinisch heißt er Xiphophorus maculatus was so viel heißt wie gefleckt.

Platy

Zur den Haut Fundorten der Wild Platys gelten vor allem Gewässer im östlichen Mexiko. Auch Honduras zählt hier dazu. Grob könnte man den Verbreitungsraum im Gegensatz zu den Fadenfischen (Asien) hier mit Mittelamerika beziffern. Dort lebt er in Flüssen wie dem Rio Papaloapan oder aber auch dem Rio Coatzacoalcos. Natürlich findet man in auch in zahlreichen Nebenflüssen wieder. Wer mal eine Reise in diese Gebiete unternimmt, wird schnell auf die Wildfänge der Platys oder lateinisch auch Xiphophorus maculatus genannt stoßen. Platys lieben aber nicht die schnell fließenden Bäche oder Flüsse, sondern sind eher in Tümpeln und Sümpfen zu finden. Dort fühlen sich die kleinen farbenfrohen Fische besonders wohl. Man sollte auch im Aquarium darauf achten, dann man Zonen anbietet, welche nicht zu sehr Strömung verursachen. Dazu aber später, wenn es um die Wasserwerte geht mehr.

Aussehen der Platys

Wenn man heute bei den Händlern und Zoofachgeschäfte vorbeischaut dann stellt man schnell fest, dass es unzählige von Zuchtformen der Platys gibt. Wildfänge und ursprüngliche Wildplatys findet man nur noch wenig. Kreuzung zwischen den Papageienplatys und den Schwertträgern stehen an der Tagesordnung. Somit sieht man auch Platy mit verschiedenen Farben und Schattierungen und zudem auch noch mit unterschiedlichen Schwänzen (Pinselschwanz Platy), welche von der Standardform sich meist komplett unterscheiden. Platys haben in der Grundform eine sehr gerade Schwanzflosse und auch der Körper ist meist sehr geradlinig. Man könnte ihn auch mit hochrückig beschreiben.Platy

Was die Farbe angeht gibt es ihn in der Natur meist in gelblichem Grau, aber auch in Rot oder Orange kommt er in der Natur vor. Man kann heute von Stämmen welche einfarbig sind wie meist Gelb oder Rot sprechen (Auch Alpino Platys gibt es bereits) oder aber man geht in die Gruppe der zweifarbigen Platys. Hier gibt es Exemplare, welche zum Beispiel eine anders farbige Schwanzflosse haben, oder aber auch eine andere Körperfärbung. Zudem gibt es noch viele Arten und Gattungen bzw. Zuchtformen, welche eine gefleckte Musterung mit sich bringen. Diese nennt man meist auch Tuxedo Platy. Der Phantasie scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein. Wir haben hier auch ein schönes Video gefunden, welches zeigt was alles in Sachen Formen und Farben möglich ist:

 

 

Dennoch sind wir ein Fan von einfarbigen sehr schön leuchtenden Platys. Diese sind meist auch keinen Hochzuchtformen. Das Lebensalter ist bei diesen Fischen meist länger wie bei den Hochzucht Platys. Auf den vielen Bilder hier kann man recht schön erkennen, welche Fische so gepflegt werden.

Die Unterscheidung zwischen Weibchen und Männchen ist sehr einfach. Zum einen besitzt das Männchen das Gonopodium, welches für die Befruchtung dient, zum anderen sind die Männchen meist kleiner und auch etwas farbintensiver als die Damen. Das Männchen kann zwischen 2 und 4 cm groß werden und das Weibchen wird zwischen 3 – 5 cm groß. Deshalb kann man Platys auch in kleineren Becken halten.

 

Haltung und Wasserwerte der Platys

Wie immer ist das Wichtigste bevor man sich einen Zierfisch kauft, genau zu wissen was dieser für Bedingungen benötigt. Nur so kann man die Zierfische auch artgerecht halten. Leider sieht man sehr oft, dass Fischen entweder bei unpassenden Wasserwerten oder aber auch bei einem unpassenden Aquarium Größe gehalten werden. Zudem kommt es auch vor, dass es Fehler in der Vergesellschaftung gibt. Damit dies nicht mit den Platys passiert stellen wir die wichtigsten Dinge zusammen.

Nicht umsonst gilt auch der Platy als Anfängerfisch denn er kann in einem Wasser gehalten werde, welches bei den meisten Haushalten so bereits aus der Wasserleitung kommt. Sei es in Sachen Härte oder aber auch in Sachen PH Wert. Ist dieser zwischen 7 und 8, dann befindet man sich im optimalen Bereich. Zudem verträgt der Platy auch eine Gesamthärte von bis zu 20 Grad ohne Probleme.Platy

Was die Temperatur angeht, mag er nicht zu warmen Wasser. Hier sollte man maximal bis 27 Grad gehen. Noch besser ist eine Temperatur von rund 20 – 25 Grad. Dies sollte bei der Vergesellschaftung mit anderen Fischen beachtet werden.

Wenn man Platys halten möchte, dann heißt es auch hier nicht Einzelfische zu kaufen, sondern auf eine Gruppe zu setzen. Wegen einer Dominanz der Männchen, sollte zudem immer ein Überhang von Weibchen vorhanden sein. Wir empfehlen hier ein Verhältnis von 2:3. Auch bei den Männchen sollte man darauf achten, dass man nicht nur zwei Exemplare hält, denn schnell könnte es zwischen diesen Beiden zu Revier und Dominanzkämpfen kommen. Deshalb ist es besser 3 Männchen zu halten und dazu 5 Weibchen. Eine Gruppe mit 8 Stück sollte auch gut möglich sein.

Kommen wir noch auf die Aquariengröße zu sprechen. Hier heißt es unter anderem die Besatzdichte zu beachten. Alles Wichtige dazu haben wir bereits in unserem Ratgeber zusammengestellt:

 

 

Unsere Empfehlung was die Größe des Aquariums angeht liegt bei rund 80 cm. Bei einem 60 cm (54 und 60 Liter Becken) ist der Platz nicht optimal, wobei sich hier die Aquarianer oft streiten. Wenn man sonst keine Fische hält, dann könnte es auch bei 60 cm gehen. Besser jedoch ab 80 cm und hier ist nicht nur die Größe der Fische alleine ausschlaggebend.

Dazu sollte man auch auf das Wesen des Platy achten. Sie sind sehr gute Schwimmer und benötigen auch einen entsprechenden Freiraum im Becken. Zudem sollte man ihnen auch Rückzugsmöglichkeiten und Schwimmpflanzen anbieten, denn diese werden auch bei der Zucht benötigt, sofern man die Jungen durchbringen möchte. Fassen wir nochmal kurz zusammen:

 

  • Platy immer in Gruppen halten
  • Mehr Weibchen als Männchen
  • Temperatur von 20 – 27 Grad
  • Wasserhärte bis zu 20 Grad
  • Ph Wert von 7 – 8
  • Aquariumgröße von 80 cm empfohlen

 

Futter und Fressen der Platys

Mückenlarven aller Art, Flockenfutter, Grünfutter, Frostfutter und auch Lebendfutter stehen bei den Platys auf dem Speiseplan. Sie sind wahre Allesfresser, was es recht einfach macht die Fische im Aquarium zu pflegen. Dennoch sollte man für jede Menge Abwechslung sorgen. Artemia, Cyclops oder aber auch andere Kleinstlebewesen werden ebenso recht gerne von den Fischen genommen. Zudem fressen Platys auch gerne mal pflanzliche Stoffe wie ach Wasserpflanzen und Algen.Platy

Immer wieder wird der Platy auch als guter Algenfresser genannt und dem kann man nur zustimmen. Dennoch wird auch er keine Wunder vollbringen können. Sei es was ein eventuell zu sehr mit Algen befallenes Aquarium angeht oder aber auch was gewisse Algenarten angeht. Nicht alle Algen werden von dem Platy gerne gemocht. Deshalb muss auch hier zuerst genau bestimmt werden, um was für eine Art von Algen es sich handelt.

 

 

 

Zucht von Platys

Die Zucht der Platys kann als recht einfach angesehen werden, denn ach wie beim Guppy sind die Platys äußerst Vermehrungswillig. Vielleicht nicht ganz so sehr wie die Guppies, aber dennoch sollte eine Vermehrung im Artenbecken kein Problem darstellen. In einem Gesellschaftsbecken kann dies jedoch schon etwas schwieriger werden, denn die frisch geborene Jungfische werden gerne von anderen Fischen als Lebendfutter angesehen und verspeist. Möchte man im Gesellschaftsaquarium Platys züchten, dann sollte man auf eine gute Bepflanzung und eine geschlossene Pflanzendecke in einigen Bereichen achten.

Wichtig ist auch, dass man bei der Zucht nur artenreine Fische miteinander verpaart, denn schnell kann es sonst zu neuen Tieren kommen, welche sehr unschöne Verfärbungen haben.

Die Platys gebären ihre Jungen auch lebend und es kann bei einem Wurf bis zu 80 Jungtiere geben. Die Befruchtung ist dieselbe wie auch bei den Guppys. Das Männchen befruchtet das Weibchen mit Hilfe seines Gonopodiums. De Weibchen können das Sperma des Männchens auch “Zwischenspeichern” und somit auch noch Monate nach dem Wurf eine erneute Befruchtung ohne der Männchen durchführen. Dies sollte man wissen denn immer wieder kommt es vor, dass Weibchen Junge bekommen, ohne dass es ein Männchen dazu aktuell gibt. Man sieht bei den Weibchen auch recht gut ob diese Schwanger sind, denn ein ausgeprägter Bauch und auch Trächtigkeitsfleck weist darauf hin. Dieser bildet sich gegen Ende der Schwangerschaft immer weiter aus. Die Eier werden im inneren Der Weibchen ausgebrütet. Nach ca. 24 Tagen werden die Jungen dann lebendig geboren und fangen gleich an selbst zu schwimmen und zu fressen. Einen Dottersack wie man es bei den Laichern kennt, gibt es hier nicht. Hier sollte man dann auf Mikrofutter und Staubfutter umstellen oder dies als Zusatz geben.

 

 

Auch zur Geburt der Tiere haben wir ein tolles Video gefunden, welches wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen:

Danke für die vielen tollen Bilder der Facebookgruppe https://www.facebook.com/groups/Aquaristik/permalink/1716038841766750/

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