Wurmerkrankungen bei Zierfischen: Fräskopfwurm (Camallanus)

Fräskopfwurm bei Zierfischen: In einem weiteren Teil zu den bekanntesten und am weitesten verbreiten Fischkrankheiten, wollen wir uns heute dem Fräskopfwurm widmen. Diese Art der Erkrankung ist eine von vielen unter den speziellen Wurmerkrankungen. Dort gibt es noch jede Menge mehr wie zum Beispiel die Hakenwürmer, Fadenwürmer (Nematoden), Lernaea, Ankerwurm, Stäbchenkrebs oder auch Fischegel. Die meisten dieser Wurmerkrankungen kann man auf sehr ähnliche Weise bekämpfen. In diesem Ratgeber soll es aber vor allem um die Fräskopfwürmer gehen, denn diese sind vor allem was die Erkennung angeht sehr leicht zu bestimmen.

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Symptome und Erkennung des Fräskopfwurms

Werfen wir zuerst einen Blick auf die äußeren Merkmale dieser Parasiten. Meist entdeckt man diese, wenn man sich den After der Zierfische genauer anschaut. Deshalb empfehle wir auch immer eine genaue Beobachtung der Zierfische, was zum Pflegeplan gehören sollte, denn nur so entdeckt man Fischkrankheiten recht früh. Aus dem After der Fische kommen rotbraune Fäden, welche bereits wie Würmer aussehen. Das After ist dabei sehr gerötet. Oft fressen die Fische schon Tage zuvor schlecht und sehen bereits sehr abgemagert aus. Zudem ist auch das After sehr weit geöffnet. Auch bei den Ausscheidungen der Fische kann man erste Symptome erkennen, denn der Kot ist sehr weiß und schleimig. Zudem kann es auch vorkommen, dass sich die Bauchhöhle stark aufbläht.

Zu den äußeren Symptomen kommen dann auch noch gewisse Verhaltensauffälligkeiten. Diese sind meist eine Appetitlosigkeit und auch ein eher träges Schwimmverhalten. Im Inneren der Fische gibt es natürlich auch gewisse Symptome, denn dort haben sich die Fräskopfwurm im Darm verbreitet. Meist stellt man dies aber erst nach einer Obduktion fest. Auf den angefügten Bilder sollte man dies recht gut erkennen.

 

Fräskopfwurm Zierfische
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  • Abgemagerte Fische
  • Keinen Hunger – fressen nicht
  • Rotbraune Würmer aus dem After
  • Roter After
  • Weit geöffneter After
  • Weißer Kot
  • Geblähter Leib der Zierfische

 

Vielleicht noch ein Wort, welche Zierfische besonders oft von Fräskopfwürmern betroffen sind. Hier kann man im Grunde keine spezielle Rasse oder Gattung nenne, denn neben dem Skalar, kann auch ein Diskus, ein Guppy oder aber auch ein Antennenwels von dieser Krankheit befallen sein. Meist jedoch findet man sie bei den Cichliden und Buntbarschen. Wie immer heißt es auch hier schnell erkennen und behandeln.

Übrigens sind Fräskopfwürmer bis zu 2 cm lang.

JBL Nedol Plus 250 1007400 Heilmittel gegen Faden- und Fräskopfwürmer für Aquarienfische, 100 ml
  • Gegen Haarwürmer, Madenwürmer, Fräskopfwürmer und andere Nematoden.
  • Bei inneren Bakterienbefall für Süß- bzw. Meerwasserfische.
  • Gegen Wiederbefall: Wegen Lebenszyklus des Erregers muss mehrfach dosiert werden. Erreger lösen sich nach einigen Tagen vom Fisch, sinken zu Boden.

Ursachen für die Fräskopfwürmer

Natürlich müssen wir auch auf die Ursachen schauen, denn dies sollte bei der Erkennung einer Krankheit immer der erste Schritt sein. Nur so lassen sich nachhaltige Erfolge realisieren.

Im Grunde werden die Würmer meist durch Wirtstiere ins Aquarium geschleppt. Diese sind vor allem im Lebendfutter zu finden. Sei es Artemia oder andere Lebendfutterarten wie auch Tubifex oder Mückenlarven.

Es gibt aber auch eine Gattung der Fräskopfwürmer (Camallanus) welcher lebendgebärend ist und sich somit ohne Wirtswechsel über mehrere Generationen von Zierfischen ausbreiten kann. Diese Gattung gehört zu den Fadenwürmern.

Fräskopfwurm Aquarium
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Was machen die Fräskopfwürmer denn im Darm?

Wie der Name bereits sagt, fressen sich die Fräskopfwürmer im Darm fest. Sie beißen sich quasi im Darm fest und durchlöchern diesen damit. Sie saugen von diesen Stellen das Blut ab, was ihnen als Nahrung gilt. Haben sie kein Blut mehr zur Verfügung nehmen sie sich einen neuen Platz im Darm, was den Fisch und dessen Darmtrakt immer mehr durchlöchert.

 

Behandlung und Bekämpfung von Fräskopfwürmern

Auch hier gibt es verschiedenen Wirkstoffe, welche in der Praxis bereits viele Erfolge vorzuweisen haben. Achtung heißt es aber bei der Verwendung, denn die meisten Präparate sind gegen Muscheln, Garnelen oder auch Schnecken tödlich. Deshalb sollte man bei der Behandlung die Fische unter Umständen separieren.

Während der Behandlung sollte auch für ausreichend Sauerstoff gesorgt werden. Die schafft man am besten mit einer Membranpumpe. Auch ist der Wasserwechsel ein fester Bestandteil der Behandlung.

Wie immer nach einer Medikamentenbehandlung sollte man im Anschluss 24 Stunden über Aktivkohle filtern, um die Reststoffe aus dem Wasser zu bekommen. Auch eine Desinfizierung kann erforderlich sein.

Die genaue Dosierung entnimmt man der jeweiligen Packungsbeilage des Herstellers. Wir können hier das Präparat von JBL Nedol Plus 250 empfehlen, welches neben den Fräskopfwürmern auch bei Haarwürmern, Madenwürmern und anderen Nematoden Wirkung zeigt.

Die Wirkstoffe der Medikamente sind hier vor allem Concurat, Levamisol oder aber auch Flubenol. Mit diesen Medikamenten und einer frühzeitigen Erkennung, schafft man meist sehr gute Erfolge. Quelle Bilder jbl.de

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  • Gegen Haarwürmer, Madenwürmer, Fräskopfwürmer und andere Nematoden.
  • Bei inneren Bakterienbefall für Süß- bzw. Meerwasserfische.
  • Gegen Wiederbefall: Wegen Lebenszyklus des Erregers muss mehrfach dosiert werden. Erreger lösen sich nach einigen Tagen vom Fisch, sinken zu Boden.

 

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