Aquarium Luftpumpe oder Membranpumpe sinnvoll?

Aquarium Luftheber / Luftpumpe / Membranpumpe Ratgeber: In unserem heutigen Ratgeber geht es um Luft Pumpen und Luftheber / Membranpumpen für das Aquarium. Oft werden diese auch Luft Kompressoren genannt. In unsere Artikel zum Bau einer Druckdose haben wir bereits darüber berichtet wie die im Zusammenhang mit einem tschechischen Luftheber eingesetzt werden können. Heute wollen wir die grundsätzliche Verwendung erklären und vor allem darauf eingehen, ob ein Luftheber sinnvoll ist oder nicht. Hier scheiden sich viele Aquarianer. In manchen Becken sieht man immer diese Geräte und in anderen jedoch nie. Aber beginnen wir von vorne.

Luftpumpe Aquarium

Was ist überhaupt eine Luftpumpe oder ein Luftheber / Kompressor /Membranpumpe?

Zuerst sollte man etwas Licht ins Dunkle der verschiedenen Begrifflichkeiten werfen. Im Grunde ist damit immer ein Gerät gemeint welcher Luft aus der Umgebung ansaugt und diese dann Druck erhöht wieder abgibt. Meist natürlich unter der Wasseroberfläche, am Boden des Aquariums. Diese Luft steigt dann im Aquarium nach oben. Wir haben dazu auch ein Video von JBL, welches zudem auch den Aufbau zeigt:

 

 

Die Begriffe Luftpumpe, Kompressor oder auch Membranpumpe sind im Grunde das Gleiche. Beim Luftheber geht es eher um ein Gerät, welches in Bezug auf den Hamburger Mattenfilter (HMF) verwendet wird. Diese meist auch tschechischen Luftheber genannten Bauteile, sorgen dafür, dass mit Hilfe der Luft das Wasser durch einen Filterschwamm gezogen wird und somit noch eine Reinigung stattfindet. Dazu aber in einem separaten Artikel mehr.

Die Baugrößen die Geräte sind recht unterschiedlich und werden meist im Durchfluss pro Stunde der Luft unterschieden. Hier gibt man an wie viel Liter in der Stunde Luft transportiert werden kann. Sei es Hersteller wie Eheim oder aber auch Tetra oder Sera und viele noch recht unbekannte Marken stellen ihre Luftkompressoren für die Aquaristik zur Verfügung. Abhängig von der Pumpenleistung ist natürlich auch der Stromverbrauch der Geräte. Wir stellen euch die Bestseller in einem weiteren Artikel vor.

 

Merke: Die Einteilung der Luftpumpen / Membranpumpen wird durch die Pumpenleistung L/h (Liter pro Stunden) definiert.

Luftpumpen besitzen je nach Bauart auch verschiedene Ausgänge. Meist sind dies zwei, so dass man hier auch zwei Aquarien ohne jegliche Verteiler versorgen kann. Zudem kann bei den besseren Modellen auch der Ausgangsdruck und Durchfluss verändert werden.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Geräuschentwicklung der Pumpen. Gewisse Modelle sind recht laut, was vor allem im Wohnbereich auch mal störend sein kann.

Wie funktioniert die Membranpumpe oder Luftpumpe denn überhaupt?

Das mechanische oder elektronische Funktionsprinzip einer Membranpumpe wollen wir hier nicht weiter erläutern, denn dies würde den Rahmen sprengen. Man muss im Grunde hier in die Physik eintauchen. Unterschieden werden die Membranpumpen vor allem durch ihr Getriebe. Dies kann mechanisch oder aber auch elektronisch sein. Größere Pumpen werden meist als Kolbenpumpen bezeichnet. Auch diese findet man in der Aquaristik wieder. Meist in größeren Zuchtanlagen wo die Förderleistungen sehr hoch sein müssen.

Gehen wir im Grund davon aus, dass die Luftpumpe, egal welchen Prinzips, uns Luft zur Verfügung stellt. Diese Luft wird dann mit Hilfe eines Schlauchs, meist wird hier Silikonschlauch verwendet, ins Aquarium geleitet. Dort kann sie wieder ausströmen und versorgt somit das Becken mit Luft. Bei der Ausströmung kann man auf verschiedene Bauteile setzen. Diese nennt man Diffusion oder aber auch Ausströmer. Dabei gibt es verschiedene Bauformen und Größen zu kaufen.

 

 

Was bringt nun aber eine Membranpumpe im Aquarium?

Hat man das oben beschrieben Funktionsprinzip erst einmal verstanden, dann sollte recht schnell klarwerden, für was diese Geräte im Aquarium dienen. Sei versorgen das Becken mit zusätzlichem Sauerstoff durch die Einleitung von diesem. Je nach Förderleistung und Ausströmer kann diese variieren. Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wann ich denn so etwas benötige.

 

Wann benötige ich zusätzlichen Sauerstoff O2 im Aquarium?

Natürlich darf man O2 nicht mit CO2 verwechseln, denn Kohlendioxid dient vor allem der Düngung der Pflanzen und verdrängt im Grunde den Sauerstoff im Wasser. Die Versorgung mit Sauerstoff im Aquarium kann viele Gründe haben.

In einem gut eingefahrenen und normal besetzten Aquarium sollte man im Grunde diese zusätzliche Versorgung, wenn man natürlich einen Aquarium Filter im Einsatz hat, nicht benötigen. Dennoch kann es vorkommen, dass der Sauerstoffgehalt mal zu gering wird.

Dies kann zum Beispiel bei einer Behandlung einer Krankheit der Fall sein. Auch in Zuchtanlagen oder stark besetzten Aquarien kann eine zusätzliche Versorgung mit einer Luftpumpe Sinn machen. Auch kann es vor allem in den heißen Sommermonaten Sinn machen Sauerstoff zusätzlich zuzuführen. Steigenden Temperaturen und dem damit verbundenen Anstieg der Wassertemperatur, verringern den gelösten Sauerstoff im Aquarium Wasser. Fassen wir die möglichen Gründe für eine zusätzliche Sauerstoffversorgung nochmals zusammen:

 

  • Behandlung einer Fischkrankheit
  • Bei zu hoher Wassertemperatur
  • Bei einem Überbesatz
  • Probleme mit dem Aquarium Filter
  • Im Bereich der Zucht
  • Wenn mehr Sauerstoff benötigt wird
  • Bei einer Neueinrichtung im Übergangsbehälter
  • In Notsituationen wie zum Beispiel ansteckenden Krankheiten
  • Zur Artemia Zucht
  • Bei bestimmten Zierfischen mit hohem Sauerstoffbedarf

 

Wie man sieht kann es ja auch mal zu Problemen mit dem Aquarium Filter kommen, dann ist es immer sehr sinnvoll noch eine Membranpumpe als Ersatz zu haben. Auch bei einer eventuellen Umgestaltung und Neueinrichtung des Beckens, kann man die Fische in ihrem Behälter mit Sauerstoff so versorgen.

Natürlich kann es auch mal vorkommen, dass man schnell seine Fische irgendwo Zwischenhalten muss. Sei es bei einem Defekt des Aquariums oder aber auch wenn einem die Wasserwerte außer Ruder laufen. Auch bei einer eventuellen ansteckenden Krankheit kann es Sinn machen Fische zu trennen. In einer nur kurzen Zeit würde der Betrieb mit einer Membranpumpe dann reichen.

Auch wer Artemia Krebse selber züchten möchte benötigt so eine Membranpumpe. Wir haben darüber bereits berichtet.

Verschiede Zierfische benötigen auch eine zusätzliche Sauerstoffzufuhr. Allerdings wird dies bei den meisten wie Guppy, Platy oder auch Fadenfischen nicht der Fall sein.

Es lohnt sich immer eine Luftpumpe als Vorrat zu haben.

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Worauf muss ich beim Kauf einer Membranpumpe achten?

Beim Kauf gibt es einige Kriterien, welche man beachten sollte. Zum einen muss man wissen, welche Förder- und Pumpenleistung man benötigt. Diese muss man sich entsprechend vorherberechnen. Dazu muss auch die Anström- und Ausströmgeschwindigkeit gekannt werden, was wiederum sehr stark vom Ausströmer bzw. Diffusor abhängig ist. Sehr oft werden hier von den Herstellern bereits Empfehlungen gegeben. Bei einem 54 Liter Becken reichen meist Pumpen mit maximal 200 Liter in der Stunde. Zudem muss man auch auf die Ausgänge und Möglichkeiten der Regelung achten. Auch hier sollte man den genauen Verwendungszweck kennen. Natürlich gibt es immer noch die Möglichkeit mit Verteilern und Abzweigen zu arbeiten.

Zudem sollte man auch auf den Aufstellungsort achten, denn danach richtet sich auch, ob die Pumpe entsprechend leise sein soll oder nicht. Immer wieder liest man von zu lauten Geräten. Schnell kann dies störend wirken. Und letztendlich wären da noch Faktoren wie Garantie, Service, Bedienungsanleitung und Beschreibung, Tests und natürlich auch der Preis.

 

  • Förderleistung und Pumpenleistung
  • Geräuschentwicklung
  • Preis
  • Service und Tests
  • Garantie
  • Regulierbarkeit

 

Zusammenfassend möchten wir, sagen dass man im Grunde so eine Pumpe immer vorrätig haben sollte um in Notsituationen entsprechend gerüstet zu sein.

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