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Aga-Kröte: Alles, was Du über die Riesenkröte wissen musst

agakröte

Aga-Kröte: Alles, was Du über die Riesenkröte wissen musst

Das Wichtigste in Kürze

Was frisst eine Aga-Kröte alles?

Die Aga-Kröte frisst hauptsächlich Insekten und kleine Wirbeltiere. Alles Weitere hier…

Sind Agakröten Haustiere?

Sie sind keine üblichen Haustiere, da sie giftig sind und in einigen Ländern invasive Arten sind. Mehr dazu hier…

Welche Größe erreicht die Aga-Kröte?

Die Größe einer Aga-Kröte variiert, aber sie können normalerweise zwischen 10 und 15 cm lang werden.

Die Aga-Kröte ist eine der größten und umstrittensten Amphibienarten der Welt. Sie wurde als Schädlingsbekämpfer in verschiedene Länder eingeschleppt, wo sie sich zu einer ökologischen Bedrohung entwickelte.

Was macht die Aga-Kröte so besonders? Wie lebt sie? Und wie kannst Du sie erkennen? In diesem Blogbeitrag erfährst Du alles, was Du über die Aga-Kröte wissen musst.

Die Geschichte der Aga-Kröte

Die Aga-Kröte hat sich stark ausgebreitet.

Die Aga-Kröte hat eine lange und bewegte Geschichte. Bereits im 19. Jahrhundert wurde sie auf einigen karibischen Inseln zur Bekämpfung von Schädlingen auf Zuckerrohrplantagen eingeführt.

Diese Praxis setzte sich im Laufe des 20. Jahrhunderts auch in vielen anderen Ländern fort, vor allem in Australien und im pazifischen Raum.

Die Idee war, dass die Aga-Kröte durch das Fressen der schädlichen Käfer und Raupen zum Schutz der Ernte beitragen würde.

Bald stellte sich jedoch heraus, dass diese Methode nicht nur unwirksam war, sondern auch schwerwiegende Folgen für die Ökosysteme hatte. Die Aga-Kröte vermehrte sich rasant und wurde über weite Gebiete verbreitet.

Dabei ernährte sie sich nicht nur von Insekten, sondern auch von anderen Tieren, wie zum Beispiel Fröschen, Eidechsen, Schlangen oder kleinen Säugetieren.

Hinweis: Aga-Kröten sind nachtaktive Tiere und werden oft bei Beleuchtung von Straßenlaternen angezogen. Dies kann zu Verkehrsunfällen führen. Achte beim Autofahren in solchen Gebieten besonders aufmerksam auf die Straße.

Viele dieser Tiere spielten eine wichtige Rolle in der Nahrungskette, waren an der Bestäubung beteiligt oder trugen zur Bodenqualität bei.

Die Aga-Kröte reduzierte also die Artenvielfalt und das natürliche Gleichgewicht.

Hinzu kam, dass die Aga-Kröte in den neuen Gebieten so gut wie keine natürlichen Feinde hatte. Die meisten Raubtiere machten wegen ihres unappetitlichen Aussehens einen großen Bogen um sie oder lernten schnell, dass sie giftig war.

Nur wenige Tiere, wie z. B. einige Krähenarten oder Warane, waren in der Lage, sich durch Toleranz oder Umgehung des Giftes anzupassen.

Die meisten anderen Tiere starben an der Vergiftung oder litten an Nahrungsmangel.

So wurde die Aga-Kröte vom vermeintlichen Nützling zum gefürchteten Schädling.

Heute gilt sie als eine der schlimmsten invasiven Arten der Welt und als ernsthafte Bedrohung für die Biodiversität und die Landwirtschaft.

Die Biologie der Aga-Kröte: Anpassungsfähig und räuberisch

Die Aga-Kröte ist ein faszinierendes Tier, das in der Lage ist, sich an eine Vielzahl von Umweltbedingungen anzupassen. Sie weist eine Reihe von Merkmalen auf, die sie von anderen Kröten unterscheiden und ihr einen Vorteil beim Überleben verschaffen.

Größe

Die Aga-Kröte ist eine der größten Krötenarten der Welt. Sie kann bis zu 22 Zentimeter lang werden. Ihr Gewicht beträgt bis zu 1,5 Kilogramm.

Die Weibchen sind deutlich größer als die Männchen. Diese Größe ermöglicht der Aga-Kröte das Fangen größerer Beutetiere und die Verteidigung gegen kleinere Feinde.

Haut

Die Aga-Kröte hat eine warzige Haut, die in verschiedenen Brauntönen gefärbt ist. Die Haut dient der Tarnung, dem Schutz vor Austrocknung und als Giftspeicher.

Die Aga-Kröte hat in ihrer Haut eine Reihe von Drüsen zur Produktion verschiedener Substanzen. Die wichtigsten sind die Ohrspeicheldrüsen hinter den Augen. Sie können ein starkes Gift namens Bufotoxin absondern.

Dieses Gift dient sowohl zur Verteidigung gegen Fressfeinde als auch als Waffe zum Angriff auf Beutetiere. Das Gift kann je nach Dosis unterschiedliche Wirkungen haben, von Hautreizungen über Übelkeit bis hin zum Tod.

Fortpflanzung

Die Aga-Kröte ist sehr fruchtbar und kann sich ganzjährig fortpflanzen. Die Paarung wird meist in stehenden Gewässern wie Teichen, Seen oder Gräben vollzogen.

Das Männchen klammert sich von hinten an das Weibchen und regt es so zur Eiablage an. In einem langen Gelschlauch, der sich im Wasser ausdehnt, kann das Weibchen bis zu 36.000 Eier ablegen.

Achtung: Wenn Du in Gebieten lebst, in denen Aga-Kröten vorkommen, sei vorsichtig, da sie giftig sind. Vermeide es, sie anzufassen oder zu provozieren.

Die Eier werden gleichzeitig mit dem Sperma des Männchens befruchtet. Die Eier haben eine schwarze Farbe und sind etwa einen halben Zentimeter lang.

Nach einem bis mehreren Tagen schlüpfen die Kaulquappen, abhängig von der Wassertemperatur. Die Kaulquappen sind ebenfalls schwarz und haben einen abgeflachten Körper mit einem langen Schwanz.

Sie ernähren sich von Algen, Bakterien oder organischem Abfall im Wasser. Bis sie sich nach etwa zwei Monaten in kleine Kröten verwandelt haben, durchlaufen sie mehrere Entwicklungsstadien.

Ernährung

Die Aga-Kröte ist ein räuberischer Fleischfresser, der sich von so gut wie allem ernährt, was er in die Finger bekommt. Sie hat ein großes Maul mit kleinen Zähnen, mit denen sie ihre Beute verschlingt.

Durch Geruchsreize oder Bewegungen spürt er seine Beute auf. Sie ernährt sich von Insekten, Würmern, Schnecken, Spinnen, Amphibien, Reptilien, kleinen Säugetieren und Vögeln.

Sie frisst auch Aas, Abfälle oder das Futter von Haustieren, wenn sie es findet. Es können große Nahrungsmengen aufgenommen und gespeichert werden.

Die Stimme

Die Aga-Kröte hat eine laute und unverwechselbare Stimme. Vor allem in der Paarungszeit ertönt ein langgezogener, nasaler Ruf, der einem “Waaaa” ähnelt.

Der Ruf kann bis zu 20 Sekunden lang sein und ist über eine Entfernung von mehreren hundert Metern zu hören. Die Männchen rufen zum Anlocken der Weibchen oder zum Vertreiben anderer Männchen.

Die Rufe der Weibchen sind seltener und leiser. Der Ruf der Weibchen ist seltener und leiser als der der meisten anderen Krötenarten.

Aga-Kröten pflanzen sich sehr schnell fort.

Die Bekämpfung der Aga-Kröte

Die Aga-Kröte ist eine invasive Art mit zahlreichen negativen Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft.

Sie verursacht Schäden in der Landwirtschaft, ist eine Bedrohung für die einheimische Tierwelt und eine Gefahr für die Gesundheit von Menschen und Haustieren.

Aus diesem Grund ist das Stoppen oder zumindest das Verlangsamen der Ausbreitung der Aga-Kröte wichtig. Es gibt verschiedene, je nach Situation mehr oder weniger wirksame Methoden zur Bekämpfung der Aga-Kröte.

Hier sind einige Möglichkeiten, wie du dazu beitragen kannst:

Vorbeugung

Die beste Methode, die Aga-Kröte zu bekämpfen, besteht darin, ihre Ausbreitung zu verhindern. Das bedeutet, dass Du keine Aga-Kröten als Haustiere halten oder freilassen solltest.

Außerdem solltest Du keine Pflanzen oder Tiere aus befallenen Gebieten mitbringen oder einführen, Gewässer nicht mit Eiern oder Kaulquappen der Aga-Kröte verunreinigen und keine Abfälle oder Haustierfutter liegen lassen, die die Aga-Kröte anlocken könnten.

Kontrolle

Ihre Population zu kontrollieren oder zu reduzieren ist eine weitere Möglichkeit, die Aga-Kröte zu bekämpfen. Dies kann durch die Förderung ihrer natürlichen Feinde oder durch die Einführung neuer Feinde durch Dich geschehen.

Krähen oder Warane, die die Aga-Kröte fressen können, kannst Du zum Beispiel füttern oder ansiedeln.

Du kannst auch biologische Waffen wie Viren oder Parasiten einsetzen. Diese können die Aga-Kröte gezielt infizieren und schwächen.

Die Faszination der Aga-Kröte: Warum sie trotz allem interessant ist

Obwohl es sich bei der Aga-Kröte um eine invasive Art handelt, die viele Probleme mit sich bringt, ist sie auch ein interessantes Tier, das viele Aspekte aufweist, die es von anderen Kröten unterscheidet und die es faszinierend machen.

Hier sind einige Gründe, warum die Aga-Kröte trotz allem interessant ist:

Die Kultur

Die Aga-Kröte blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte in ihrer Beziehung zum Menschen zurück. Verehrt, gefürchtet, genutzt oder bekämpft wurde sie von verschiedenen Kulturen.

So galt sie zum Beispiel bei den alten Maya als Symbol des Regens und der Fruchtbarkeit und wurde sowohl in der Kunst als auch in der Religion dargestellt.

Wusstest Du schon?

Aga-Kröten sind bekannt für ihre Toxizität. Sie scheiden giftige Sekrete aus, die potenziell gefährlich für andere Tiere und sogar Menschen sein können.

Bei den Ureinwohnern Australiens war sie eine Delikatesse und ein Nahrungsmittel der Aborigines. Oder sie wurde von den Menschen der Neuzeit als Schädlingsbekämpfer oder als Haustier genutzt – oder auch verfolgt.

Medizin

Eine besondere Rolle spielte die Aga-Kröte in der Medizin. Sie wurde sowohl als Heilmittel als auch als Droge verwendet.

Als Schmerzmittel, Antiseptikum oder Aphrodisiakum wurde ihr Gift von verschiedenen Völkern verwendet. Manche Menschen missbrauchten die Pflanze auch als Rauschmittel. Sie rauchten oder leckten ihr Gift.

Aber auch gefährliche Nebenwirkungen wie Halluzinationen, Herzversagen oder Tod können durch das Gift hervorgerufen werden.

Wissenschaft

Die Aga-Kröte ist ein spannendes Objekt für die Wissenschaft. Für Forschung und Lehre bietet sie viele Möglichkeiten.

So kann sie zum Beispiel als Modellorganismus für die Erforschung von Amphibien, von Toxinen, von Invasionen oder von Anpassungen dienen.

Oder sie kann als Quelle genutzt werden, um neue Medikamente, Materialien oder Technologien zu entwickeln.

So wurde z.B. ein neues Schmerzmittel, Epibatidin, das 200 Mal stärker ist als Morphin, aus dem Gift der Eidechse synthetisiert.

Die Aga-Kröte ist immer noch von großer Bedeutung

Die Aga-Kröte ist ein faszinierendes Tier mit vielen Aspekten, die sie von anderen Kröten unterscheidet und interessant macht. Sie besitzt eine lange und bewegte Geschichte, die sie mit verschiedenen Kulturen und Regionen verbindet.

Sie weist eine besondere Biologie auf, die es ihr ermöglicht, sich an verschiedene Umweltbedingungen anzupassen und zu überleben. In Medizin und Wissenschaft hat sie eine wichtige Rolle gespielt und zu neuen Erkenntnissen und Entwicklungen geführt.

Quellen

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