Aquarium Beleuchtung: Ratgeber rund um das Licht in der Aquaristik

Licht hat eine sehr wichtige Bedeutung in dem Lebensraum Aquarium. Dabei geht es weniger darum, dass wir Aquarianer einen schönen Blick auf unsere Wasserpflanzen und Zierfische haben, sondern viel mehr darum, dass der ökologische Raum des Aquarium mit Leben gefüllt wird. Dinge wie die Photosynthese aber auch Stoffwechsel und Wachstum hängen eng mit der Aquarium Beleuchtung zusammen. Alles was es zum Thema Aquarium Beleuchtung zu sagen gibt erfahrt ihr in unserem Ratgeber zur Beleuchtung im Aquarium.

Ratgeber Technik Beleuchtung

 

Aquarium Beleuchtung

 

Lumen, Lux und Watt Beleuchtungsstärke

Bevor wir auf spezifische Dinge zur Aquarium Beleuchtung eingehen, wollen wir uns die Grundlagen dazu genauer anschauen. Immer wieder kommen dabei Begriffe wie LUX oder auch Lumen ins Spiel. Aber was heißen diese denn?

Im Grunde muss bei der Aquariumbeleuchtung nur der Wert Lux betrachtet werde. Dieser Wert gibt die Beleuchtungsstärke in einem Aquarium an. Gemessen wird dieser durch den Lichtstrom. Der Lichtstrom wiederum besitzt die Einheit Lumen.

Lux ist die abgeleitete Einheit aus dem gemessenen Lichtstrom auf einer beleuchteten Fläche Lumen. Im Lateinischen heißt Lux Licht. Berechnet heißt dies, dass ein 1 Lux sich durch 1 Lumen pro Quadratmeter ausdrückt.

 

Fassen wir nochmal kurz zusammen: Lumen gibt an wieviel Licht eine Lichtquelle abgibt (Lichtstrom) und Lux gibt an wie Stark die Ausleuchtung oder die Lichtmenge pro Fläche ist.

 

Bei der Auswahl der richtigen Beleuchtung für das Aquarium sollten wir deshalb genau die Lumen der verwendeten Leuchtmittel (Dazu später mehr) beachten.

Meist kommt aber noch ein weiter Wert ins Spiel. Die Beleuchtung wird oft in Watt angegeben. Durch die Wattzahl der Beleuchtung kann man schnell auch Berechnungen ableiten, wie viel Strom das Aquarium, besser gesagt die Beleuchtung, verbraucht. Wie bringen wir aber Watt und Lux vs. Lumen in Verbindung?

1 Watt entspricht einer Lichtquelle von einem Meter Entfernung auf eine weiße Fläche welche 1 Lux ergibt. Wir man hier sieht wird uns dieser Wert nicht viel bringen, denn wir haben schließlich keine weiße Fläche und auch weitere Faktor, wie die Dämpfung des Wassers, der Pflanzen, Beschattungen und Co was die Lux entscheidend beeinflussen.

Dennoch hier mal ein paar Wert um ein Gefühl für den Wert Lux zu bekommen:

 

  • Sonneneinstrahlung am Mittag bis zu 100.000 Lux
  • Bewölkter Himmel bis zu 10.000 Lux
  • Beleuchtung ins Fluren und Gängen 200 Lux
  • Arbeitsplätze mit erhöhter Präzision 500 Lux
  • Büroarbeitsplatz 500 Lux
  • Wasserpflanzen mit erhöhtem Lichtbedarf meist über 2000 Lux
  • Bodenbereich Pflanzen um die 150 bis 300 Lux

 

Warum benötigen wir eine gute Beleuchtung im Aquarium?

Aquarianer besitzen Aquarien wegen seiner Faszination und der beruhigenden Wirkung, wenn man den Fischen und Pflanzen zuschaut. Damit man dies auch sehr gut kann, wird eine Beleuchtung benötigt. Dies aber nicht alleine der Grund, warum wir einen Beleuchtung im Aquarium haben müssen, sondern viel mehr ist Licht einer der Grundfaktoren für Leben im Wasser. Ernährung (Spricht Futter), Sauerstoff und auch Wasser alleine reichen nicht um Pflanzen wachsen zu lassen und um Fische letztendlich am Leben zu halten. Dafür wird ein ausreichendes Licht benötigt.

 

Licht ist die Grundlage für Leben im Aquarium

Damit Leben entstehen kann, benötigt man vor allem Licht. Licht lässt die Pflanzen aufgrund der Photosynthese wachsen. Durch ihr Wachstum wird das Kohlenmonoxid im Wasser abgebaut. Zusätzlich wird Sauerstoff erzeugt. Dieser Sauerstoff ist wiederum für die Fische eine wichtige Lebensgrundlage. Wie auch ausserhalb des Wassers, ist auch im Wasser das Licht ein entscheidender Faktor für Wachstum. Ohne ihn kommt der notwendige Kreislauf nicht in Gang. Fassen wir also nochmals kurz zusammen. Licht ist notwendig um die Photosynthese in Gang zu bringen und um Leben entstehen zu lassen. Es geht dabei weniger um uns als Aquarianer, sondern mehr um die Fische und Pflanzen im Aquarium.

Aquarium Leuchtmittel

Wie stark sollte die Beleuchtung sein? Wie viel Lux benötigen Aquarienpflanzen?

Oft eine entscheidende Frage in Sachen Beleuchtung ist die Stärke. Wie wir weiter oben gelernt haben, geht es hier um den Wert Lux. Dieser Wert gibt an wie stark die verwendete Beleuchtung bzw. die Leuchtmittel, welche für die Entstehung des Lichts verantwortlich sind, sein sollte.

Hier müssen wir etwas ausholen, denn einen immer richtigen Wert, oder besser gesagt einen festen Wert gibt es hier nicht. Es kommt auf viele Faktoren an.

 

Faktor 1: Die Umgebungsbedingung des Aquarium: Natürlich ist es entscheidend wo das Aquarium sich befindet. Steht es an einem eh schon recht hellen Ort, oder aber ist es im dunklen Keller.

Faktor 2: Die Anforderungen der Wasserpflanzen: Auch dies ist ein entscheidender Wert. Jede Wasserpflanze hat einen anderen Lichtbedarf. Sei es sehr hoch bis fast gar kein Licht. Je nachdem welche Pflanzen man im Einsatz hat, desto mehr oder weniger Licht wird benötigt.

Faktor 3: Welcher Lampentyp wird verwendet. Hier gehen wir später weiter darauf ein. Es kommt aber darauf an, ob man sich eine LED Beleuchtung, Leuchtstoffröhren, Halogenlampen, Glühlampen, Quecksilberdampflampen HQI oder Quecksilberdampflampen mit Leuchtstoff HQI besorgt.

Faktor 4: Der Abstand von der Lichtquelle zum Aquarium: Bei der Sonne ist der Abstand zu uns egal, denn der Wert ist extrem groß. Wenn wir aber unser AQuarium beleuchten wollen, dann ist es entscheidend, wie weit weg sich die Lichtquelle befindet. Dies macht in Sachen Lux und letztendlich Watt einiges aus und sollte beachtet werden. Vor allem bei offenen Aquarien ein entscheidender Faktor.

 

 

Aber wie viel sollte ich ungefähr an Licht für meine Aquarium Pflanzen zur Verfügung stellen?

Auch hier könnte man sagen, es kommt darauf an. Im Grunde sind die Pflanzen der entscheidende Faktor. Zu viel Licht kann man ihnen nicht bieten, aber zu viel Licht zieht andere negative Faktoren mit sich, auf die wir später noch zum sprechen kommen.

Viele grobe Formel helfen dabei das genaue Licht abzuschätzen. Werfen wir mal einen Blick auf den Handel. Meist werden dort zum Beispiel die 60 Liter Aquarien mit einer einfachen 1 Röhren Leuchtstoffröhren Beleuchtung ausgestattet welche T8 mit 15 Watt ist. Somit hätten wir rund 0.25 Watt pro Liter Wasser. Diesen Wert würden wir als eher gering ansehen. In Lumen muss man von rund 10 bis 20 Lumen pro Liter ausgehen. Rechnen wir mit dem geringen Wert, dann wären 10 Lumen in 60 Liter Becken = 600 Lumen.

 

Richtwerte:

Bisher ging man von einem Richtwert von 0,5 Watt pro Liter aus, was meist bei einer 15 Watt Beleuchtung im Starterset von 60 Liter zu wenig erscheint. Setzt man dies mit den Lumen, also der Abgabe des Leuchtmittels einer Beleuchtung gleich, dann würde dieser Wert grob 30 Lumen entsprechen. Hier könnte man bereits anspruchsvollere Pflanzen pflegen.

 

  • 0,25 Watt pro Liter 20 Lumen pro Liter geringe Anforderungen an die Pflanzen
  • 0,5 Watt pro Liter 30 Lumen pro Liter mittlere Anforderungen von Pflanzen
  • 1 Watt pro Liter 40 Lumen pro Liter hohe Anforderungen von Pflanzen

 

Sollte man keinen Lumen zur Verfügung haben, dann kann man sehr grob bei den herkömmlichen Leuchtmitteln auch den Wattwert zur Berechnung hernehmen:

 

1 Watt pro 2 Liter Aquarienwasser

 

Ist das Becken aber sehr hoch (Über 50 cm) wird selbst dieser Wert nicht ausreichend sein.

 

Formel zur Lumen-Berechnung für dein Aquarium:

 

Größe des Aquariums (Wasserinhalt) multipliziert mit dem gewünschten Lumenwert = Liter Wasserinhalt x Lumen aus Richtwerten

 

Aber Achtung:

 

  • Die Wattwerte kann man nicht auf alle Leuchtmittel übertragen ! Vor allem bei der LED Beleuchtung, welche wesentlich weniger Watt benötigt müssen andere Werte herangezogen werden.
  • Zudem kann man hier meist noch rund 25 Prozent an Lumen sparen, denn die Abstrahlung ist hier gezielter nur nach unten. Bei herkömmlichen Leuchtmitteln gibt es mehr Verluste durch die Abstrahlung in alle Richtungen.

 

 

Welche Lichtfarben gibt es und welche sollte man im Aquarium einsetzen? Grad in Kelvin

Kommen wir zu einem weiteren Punkt, der Lichtfarbe oder auch in Lichtwärme ausgedrückt. Hier kann man meist auch die Einheit Grad in Kelvin lesen. Dieser Wert gibt die Lichttemperatur und damit den Anteil der blauen, grünen und roten Anteile des Licht an.

Pflanzen benötigen zum Wachstum nur rotes und blaues Licht. Grünes Licht wird nicht benötigt. Dennoch setzt man im Aquarium auf eine Mischung verschiedener Lichtfarben, um auch das Erscheinungsbild der Fische und Pflanzen nicht zu trüben.

Beim Tageslicht liegt die Temperatur in Kelvin um rund 5500 bis 6500°K. Diesen Wert würden wir auch für das Aquarium anstreben wollen. Meist wird auch dieser Wert auf den Leuchtmitteln angegeben.

Neben der Farbtemperatur gibt es noch einen zweiten Wert, welcher oft auf Leuchtmittel zu finden ist. Der RA Wert bezeichnet einen standardisierten Farbwiedergabeindex. Je näher dieser an die 100 kommt, desto besser hat die Lampe in einem Test die Farben wiedergegeben. Hier sollte man versuchen so nah wie möglich an die 100 RA zu kommen, um das Licht naturgetreu zu machen.

 

Wie sollte die Beleuchtungsdauer in einem Aquarium sein?

Sind die richtigen Leuchtmittel ausgewählt, dann kommt ein nächster sehr wichtiger Faktor ins Spiel. Und zwar die Beleuchtungsdauer. Auch hier gibt es verschiedene Ansätze. Unser Erfahrung hat aber gezeigt, dass sich folgende Werte als sehr gut und praxistauglich herausgestellt haben.

 

  • Beleuchtungsdauer von 12 Stunden
  • Nicht über 14 Stunden Beleuchtungsdauer
  • Fische benötigen weniger Beleuchtung wie Pflanzen
  • Eine “Mittagspause” von 2 Stunden hat sich bewährt
  • Bei Problemen mit Algen Beleuchtungsdauer auf maximal 10 Stunden und 3 Stunden “Mittagspause” reduzieren.

 

Simulieren sie die Natur – Dimmen sie ihr Licht

Nicht alleine eine sture Einhaltung der Beleuchtungsdauer führt zum Erfolg und zu schönen Pflanzen, sondern oft auch die Nachempfindung und Simulation des natürlichen Tagesablaufes. Da kann es mal vorkommen, dass es auch zu Regentagen mit weniger Licht kommt. Auch gibt es Mondphasen, Sonnenaufgang und auch Sonnenuntergang. All dies lässt sich heute mit einer guten Aquarium Beleuchtung versus Steuerung realisieren. Dazu aber weiter unten bei den verschiedenen Steuerungsmöglichkeiten mehr.

 

Die verschiedenen Arten von Leuchtmitteln – Welche Leuchtmittel gibt es?

Meist wird man bei der Aquarium Beleuchtung nichts von Lumen oder Lux lesen können, sondern sehr oft nur ein Wert in Watt. Dazu heißt es dann die oberen Dinge zu beachten. Nur so kann man einen Rückschluss auf die Ausleuchtung ziehen. Sind Lumen Werte vorhanden, werden natürlich diese bewertet. Vor allem wenn man sich im LED Bereich befindet.

 

LED Lampen

Aquarium, Licht

Noch recht neu aber immer mehr im kommen sind die LED Beleuchtungen. Schon längst haben sie auch in der Aquaristik ihren Einzug gefeiert. Bereits bei den Komplettsets werden meist LED Beleuchtungen angeboten. Bei größeren Aquarien, sind diese mit einem entsprechenden Aufpreis zu bekommen. Dort gibt es auch weitere Nachteile, denn die Lichtstärke in Lumen wird meist nicht ausreichen um einen entsprechende Ausleuchtung zu bekommen. Hier stehen immer noch konventionelle Leuchtmittel hoch im Kurs. nachteil kann bei der LED Beleuchtung auch der recht hohe Anschaffungspreis sein, wobei es später in den Unterhaltskosten wieder etwas zu sparen gibt. Durchsetzen konnten sie sich bisher noch nicht, aber wir gehen davon aus, dass dies nur noch eine Frage der Zeit ist. Die Anschaffungskosten werden immer geringer und auch die Leuchtkraft wird immer besser.

 

Leuchtstoffröhren

Vor allem im Einsteigerbereich sind Leuchtstoffröhren immer noch die beste Alternative. Ab einer Kantenlänge von 80 cm werden sie vermehrt eingesetzt. Das Preis Leistungsverhältnis ist äußerst gut und auch die Haltbarkeit der Röhren kann sich sehen lassen. Auch die Auswahl an unterschiedlichen Stärken in Watt ist recht vielseitig. Die Lichtfarben können ebenso ausgewählt wie auch kombiniert werden. Sei es mit einer einbalkigen Lampe, oder mit 2er, 4er oder sogar 6er Lichtbalken im Aquarium. T5 oder T8 Lampen beschreiben hier den Durchmesser des Glaskolbens. Auch die Haltbarkeit gibt hierzu Rückschlüsse. Man sollte die Herstellerangaben beachten.

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Halogenlampen

Vor allem bei großen und tiefen Aquarien wird die Halogenbeleuchtung eingesetzt. Der Vorteil der Halogenlampen liegt meist in der starken Bündelung des Licht. Will man bestimmte Spots besonders hervorheben, dann eignen sich diese Lampen sehr gut. Auch die Haltbarkeit kann sich dabei sehen lassen.

Halogenstrahler oder Lampen sind meist Niedervolt Leuchtmittel mit einer Spannung von gerade mal 12 Volt, was besondere Vorteile in Verbindung mit Wasser verspricht. Dennoch bleibt die Ausleuchtung mit Halogenstrahlern eher für große Aquarien vorenthalten. Wird die Kantenlänge mal zu groß, denn kommt man mit der Leuchtstoffröhre an seine Grenzen.

 

HGI ode HGL Quecksilberdampflampen

Auch diese Art der Leuchtmittel empfiehlt sich besonders bei großen Aquarien. Ist die Wassertiefe mal über rund 60 cm wird man mit LED aber auch mit Leuchtstofflampen ein Problem bekommen. Zu wenig Lux / Lumen sind am Boden dann zu erreichen. Die HQI oder auch HQL Lampen bieten hier einen entscheidenden Vorteil. Sie leuchten auch im Gegensatz zu den Halogen Strahlern das Becken bzw. den Boden gleichmäßiger aus. Meist muss man hier aber etwas tiefer in die Tasche greifen. Auch in Sachen Wärme heißt es hier aufpassen, denn die HQI strahlt ordentlich Wärme aus. Die Anbringung gestaltet sich daher eher schwierig, denn so sollten einen gewissen Abstand über dem Becken haben und sind meist mit der Deckenmontage verbunden. Sicherlich auch ein Leuchtmittel für das besondere Aquarium.

Achtung heißt es beim Defekt, denn in den Leuchten ist Quecksilber verbaut, was für die Fische tödlich sein kann. Man sollte bei der Montage und auch beim auswechseln aufpassen, dass nichts ins Aquarium gelangen kann.

 

Faktoren für die Auswahl des Leuchtmittel

  • Aquarium Höhe (Ab 60 cm HQI/HQL oder Halogen)
  • Ausleuchtung (Punktförmig oder flächig)
  • Größe des Aquarium / Kantenlänge
  • Anschaffungskosten
  • Unterhaltskosten
  • Haltbarkeit der Leuchtmittel (Siehe weiter unten)

 

Der richtige Einsatz von Reflektoren

Leider wird der Bedeutung eines Reflektors recht wenig Beachtung geschenkt. Dennoch ist dies ein entscheidender Faktor der Lichtstärke und Ausleuchtung. Verschiedene Hersteller legen bei den Aquarium ebenso recht wenig Wert auf den Reflektor. So kommt es immer noch vor, dass Komplettsets aber auch Einzeln Aquarien keine Reflektoren oberhalb der Leuchtmittel besitzen. Dies sollten sie ändern.

Reflektoren können das Licht bündeln und entsprechend nach unten abstrahlen. Vor allem bei den Leuchtstoffröhren ist dies besonders wichtig. Se strahlen rundherum gleichmäßig ab. Bündelt man dieses Licht nicht, dann verliert man bis zu 30 Prozent der Lichtleistung.

Denken sie also bereits beim Kauf daran einen Reflektor extra zu bestellen. Die Hersteller haben diese auch separat im Sortiment.

 

Brenndauer und Haltbarkeit der Leuchtmittel

Auch dieser Punkt ist entscheidend bei der Auswahl des Leuchtmittels. Hier unterscheiden sich die Lichtquellen auch extrem. Vor allem die LED Technik setzt neue Maßstäbe. Während man bei normalen Leuchtstofflampen von einer Lebensdauer von 20.000 Stunden ausgeht (Achtung dies ist kein Tauschzyklus) , gibt es bei LED Beleuchtungen angaben bis zu 50.000 Stunden und das entscheidende ist vor allem auch die gleichmäßige Abnutzung. Verlust der Lichtleistung gibt es nur wenig. Bei Leuchtstoffröhren sieht dies anders aus. Auch die HQI oder Halogen Beleuchtungen kommen nicht an diese doch recht hohe Haltbarkeit ran.

Beleuchtung

Wann muss ich meine Leuchtmittel tauschen?

Wie bereits oben erwähnt, heißt die Brenndauer bei Leuchtstoffröhren nicht, dass man diese auch so lange nutzen sollte. Die Hersteller empfehlen wir meist nur maximal 12 Monate. Das kann sich auch auf die Kosten niederschlagen, denn bei den jährlichen Unterhaltskosten eines Aquarium, sollte man auch diesen Faktor einbeziehen. Bei einem Stückpreis von 30 Euro je nach Röhre kommen hier schnell einige Kosten zusammen.

Bei der LED Beleuchtung ist die Lebensdauer wesentlich höher. Gehen wir mal von 40.000 Stunden und einer täglichen Brenndauer von 12 Stunden aus, dann sollte diese gut und gerne 9 Jahre halten. Dennoch wird auch hier die Helligkeit je älter sie sind abnehmen. Dies muss man in der Berechnung als einkalkuliert. Dazu kommt noch der wesentlich geringere Strombedarf.

 

Merke: Eine allgemeingültige Empfehlung kann man hier nicht aussprechen, wobei mir der Meinung sind, dass bei Becken von bis zu 80 cm heute nur noch auf LED Technik gesetzt werden sollte. Alles darüber muss individuell betrachtet werden. Sprechen sie uns dazu an.

 

Steuerungen für die Beleuchtung

Technik hat schon lange in unsere Aquarien eingezogen. So auch bei der Beleuchtung. Alte Aquarianer kennen sicherlich noch die gute alte Zeitschaltuhr, meist noch mechanisch mit der man feste Ein und Ausschaltzeiten programmiert hat. Dabei ist vor allem das sofortige ein und ausschalten ein Problem für schreckhafte und empfindliche Fische gewesen. Vor allem im Diskusbecken haben wir immer wieder schnell und erschrockene Diskus gesehen. Dazu gibt es heute wesentlich bessere Möglichkeiten.

In den heutigen Steuerungen, welche entweder optional dazu kaufbar sind, oder bei bestimmten Komplettsets bereits enthalten sind, kann man nicht nur ein sanftes erwachen via Dimmung realisieren, sondern es besteht auch die Möglichkeit Gewitter, Mondschein oder Wolken zu simulieren. Die Geräte besitzen hierzu verschiedene Kanäle welche meist frei programmierbar sind. Natürlich ist auch die herkömmliche Zeitsteuerung integriert.

 

 

Achtung: Nicht alle Leuchtmittel lassen sich dimmen. Hier sollte man sich vorher bei den entsprechenden Leuchtmittel Hersteller informieren. Bei LEDs dürfte dies kein Problem sein.

Der Aquarianer hat, vor allem bei der Integration eines Nachtlicht auch einen Vorteil, denn damit kann er auch zu später Stunde noch einen Blick zu seinen Lieblingen werfen.

Hier möchten wir auch noch unseren Ratgeber zu den Aquarium Computer ans Herz legen. Dort geht die Steuerung noch viel weiter wie nur die reine Lichtsteuerung.

 

Was kostet die Aquarium Beleuchtung?

Gute Frage. Auch diese lässt sich nicht wirklich spontan beantworten. Hier sind viele Faktoren entscheidend. Neben den reinen Leuchtmittel Kosten, müssen auch Kosten für Reflektoren, Deckel des Aquariums, Halterungen und Unterhaltskosten bzw. laufenden Kosten betrachtet werden. Dazu folgende Aufstellung von was die Kosten beeinflusst werden.

 

  • Welche Leuchtmittel Art?
  • Welche Bauform und Aufhängung?
  • Welche Stromkosten entstehen?
  • Welche Haltbarkeit hat das Leuchtmittel?

 

Wer die Unterhaltskosten berechnen möchte der findet dazu weitere Informationen:

 

Pflege und Wartung von Beleuchtung in einem Aquarium

Sicherlich denken viele von euch, dass es bei der Beleuchtung nicht wirklich viel zu Pflegen gibt. Im Grunde ist dies auch so. Dennoch konnten wir feststellen, dass es Dinge gibt, welche die Lebensdauer und auch die Leuchtkraft erhöhen.

Bei den Leuchtstoffröhren vor allem, welche nicht hinter einer Glasscheibe das Aquarium durchleuchten, kann es schnell zu Ablagerungen in Form von Algen oder auch Kalk kommen. Diese Ablagerungen sollte man regelmäßig vorsichtig reinigen. Vernachlässigt man dies über längere Zeit, dann bekommt man den Dreck nicht mehr ab. Macht man jedoch diese Pflegemaßnahme regelmäßig, denn erreicht man damit eine bessere Ausleuchtung und auch eine längere Lebensdauer.

Natürlich gilt diese Pflege der einfachen Reinigung, übrigens solltet ihr dies im kalten Zustand machen, auch für die anderen Leuchtmittel.

 

 

Was passiert bei zu viel Licht? – Licht kann Stressfaktor für die Fische, Garnelen und Krebse werden

Im Grunde freuen sich die Pflanzen über zu viel Licht. Eine Lichtgrenze nach oben wird man hier nicht finden. Dennoch kann es vorkommen, dass Pflanzen zu schnell wachsen und dann nach oben “schießen”. Sicherlich habt ihr dies schon gesehen. Man sieht dann nur Stengel und es fehlen viele Blätter.

Schlimmer wird zu viel Licht in Sachen Algen, denn dies begünstigt sehr schnell das Algenwachstum. Dabei können fast alle Arten von Algen wie Fadenalgen, Blaualgen, Kieselalgen, Schmieralgen oder Rotalgen entstehen. Sehr zum Leitwesen des Aquarianers.

Auch die Fische können es einem übelnehmen, wenn man sie zu sehr bestrahlt mit einer überdurchschnittlichen Beleuchtung. Schnell wird Licht zum Stressfaktor. Deshalb sollte man das Licht immer so nah wie möglich am ursprünglichen Lebensraum der Fische anpassen.

Sollten sie bereits mit Algen zu tun haben, dann empfehlen wir unseren Ratgeber zur Bekämpfung der Algen

 

Licht und Wasserchemie die Zusammenhänge

Auch bei der Wasserchemie gibt es einiges an Zusammenhänge, welche von Licht und der Beleuchtung beeinflusst werden. CO2 oder auch der CO Gehalt werden dadurch wenn auch indirekt durch das Pflanzenwachstum beeinflusst. Aber auch Rückschlüsse auf das Nitrit / Nitrat können gezogen werden. Hat man zu viel Nitrat im Wasser, was eigentlich nicht sein sollte, desto Höher ist der Bedarf von Nährstoffen einer Wasserpflanze und somit auch des Lichtbedarfs. Ohne Nitrit wächst die Pflanze auch bei weniger Licht. Abhängig natürlich noch von viele verschiedenen Faktoren. Umfassendes zur Aquarium Chemie gibt es hier. 

 

 

Aquarium Beleuchtung kaufen

Abschließend noch einige Wort zum Einkauf einer Beleuchtung. Einsteiger greifen meist auf Sets zurück und liegen dabei auch sehr gut. Die kleineren Sets haben bereits die LED Beleuchtung integriert und auch eine Nachtschaltung könnte vorhanden sein. Bei größeren Becken ab ca. 100 Liter wird man meist noch die Leuchtstoffröhren finden.

Hier sollte man unbedingt den Reflektor austauschen oder einbauen, da meist dieser nicht enthalten ist.

Der Kauf einer Aquarium Beleuchtung, kann im Einzelhandel oder aber auch über einen Onlinehändler durchgeführt werden. Meist gibt es hier auch entscheidende Preisvorteile. Wer sich genug Zeit lassen kann, der findet sicherlich auch immer wieder Schnäppchen.

 

Spezielle Fragen – Dann ab ins ForumAquaristik Forum

 

Lassen sie sich Zeit wenn sie die Entscheidung zur Neuanschaffung oder zum Austausch ihrer Aquariumbeleuchtung treffen! Haben sie Fragen, dann empfehlen wir ihnen unser neues Forum.  

Zudem sollten sie unseren Einrichtungsratgeber und Leitfaden in drei Teilen beachten:

 

Abschließend auch noch der Hinweis auf die aktuelle Eheim varioluxLED Abdeckung. Diese passt zu den gängigsten Modellen und kann somit die herkömmlichen T5 oder T8 Leuchtmittel ersetzen und die LED Technik ins Aquarium bringen.

 

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