Hüpferlinge im Aquarium (Cyclops)

Sind Hüpferlinge im Garnelen Aquarium schädlich? Wie sehen Hüpferlinge denn überhaupt aus? Heute geht es mal wieder um eines der Kleinstlebewesen im Aquarium. Die Hüpferlinge haben eine recht witzigen Namen und scheinen zumindest was das angeht eher unproblematisch zu sein. Aber sind sie das auch? Und was verbirgt sich denn hinter diesen Tieren? Nachfolgend klären wir euch dazu auf, was Hüpferlinge oder auch Cyclops genannt sind und wie man diese bekämpfen kann. Sofern es überhaupt notwendig ist.

Hüpferling
By Lithium57 [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Wie sehen Hüpferlinge eigentlich aus?

Für einen Laien wird es nicht einfach sein, die 0,5 bis 1 mm großen Tiere überhaupt zu erkennen. Sie werden meist erst dann sichtbar, wenn sie in einer großen Zahl auftreten. Dazu aber weiter unten im Artikel mehr wie es eigentlich dazu kommen kann. Hüpferlinge gibt es in einer Vielzahl von Arten und Gattungen. Man geht aktuell von rund 100 Arten bei uns in Europa aus und bis zu 400 Arten auf der ganzen Welt. Die Unterscheidung der Arten soll hier aber keine Rolle spielen. Leben tun sie vornehmlich im Süßwasser und weniger im Brack oder Salzwasser. So werden Meerwasseraquarianer eher weniger mit den Tieren in Berührung kommen.

In einem normalen Gesellschaftsaquarium wird man sie meist auch nicht zu Gesicht bekommen. Dem alleine ist bereits ihrer Größe geschuldet. Hüpferlinge kommen aus der Gattung der Ruderfußkrebse und werden meist auch mit dem lateinischen Namen Cyclops benannt. Sie gliedern sich in zwei Hälften könnte man sagen. Zum einen den vorderen eher breiten Teil mit dem Kopf und dem nach hinten abfallenden schmalen Teil, welcher auch den Schwanz bildet. Zudem besitzen die Männchen zwei lange Fühler, wie man sie auch von anderen Tieren kennt. Diese dienen aber weniger zum Fühlen, sondern vielmehr zum Greifen und dienen vor allem auch der Paarung.

 

 

Zudem dienen diese Fühler auch als Fortbewegung Instrument. Damit ist es möglich, dass die Hüpferlinge sich schnell vorwärtsbewegen können. Der Name der Hüpferlinge kommt nicht von ungefähr und leitet sich genau von dieser Fortbewegungsart ab. Die Fühler werden ruckartig nach hinten bewegt und somit entsteht im Wasser der notwendige Vortrieb.

Hüpferlinge ernähren sich von kleinen Pflanzenteilchen, fressen aber auch gerne das Futter was die Fische oder Garnelen im Becken übriglassen. Man könnte also meinen sie seien gute Resteverwerter, aber dennoch birgt genau dieser Umstand eine gewisse Gefahr.

Wie entstehen denn Hüpferlinge im Aquarium? Oder wie kommen diese in mein Becken?

Natürlich wird man sich zuerst fragen, wie es denn dazu kommen konnte, dass plötzlich diese Tiere bei uns im Aquarium zu finden sind? Diese Frage zu beantworten ist meist nicht möglich, da es sehr viele Gründe und Ursachen geben kann, dass Hüpferlinge eingeschleppt werden Die sehr winzigen Tiere, können über Einrichtungsgegenstände zu uns kommen. Aber auch Trägertiere wie andere Garnelen oder Fische und natürlich auch über die verschiedenen Arten von Lebendfutter wie Tubifex, rote Mückenlarven und vieles mehr können die Hüpferlinge ins Becken kommen. Auch an Pflanzen können die Tiere haften. Zudem muss man wissen, dass Hüpferlinge bereits schon recht lange im Becken sein können, aber es bisher noch nicht aufgefallen ist.

Erst wenn sich die Tiere in einem ungewöhnlichen Ausmaß vermehren, fällt es uns meist auf. Bei nur einzelnen Hüpferlingen wird man diese nicht feststellen können.

Oft reicht es aus, dass unser biologischen Gleichgewicht nicht mehr passt. Sehr schnell kann es dann zu einer explosionsartigen Vermehrung die Tiere (Übrigens auch von anderen Parasiten wie den Planarien oder Hydras) kommen.

Dass Hüpferlinge auftreten hat sehr oft auch etwas mit dem Nährstoffangebot zu tun. Meist wird in Becken wo sich Hüpferlinge stark ausbreiten zu viel gefüttert. Diesen Umstand sollte man entsprechend kontrollieren.

 

Was kann ich gegen Hüpferlinge tun?

Stellt man nun plötzlich in seinem Aquarium oder aber auch Nano Aquarium Hüpferlinge fest, heißt es nicht in Panik zu gerade, denn im Vergleich zu anderen unerwünschten Bewohnern wie die Planarien oder aber auch die Hydras, sind Hüpferlinge nicht schädlich. Für die Fische nicht und auch nicht für die Garnelen, solange diese nicht überhandnehmen. Wenn es jedoch sehr viele Tiere werden, dann kann es schon sein, dass Hüpferlinge nicht besonders schön anzuschauen sind. Zudem möchte man eigentlich keine unliebsamen Bewohner halten.

Dann wird man sich Gedanken über eine Bekämpfung machen sollen. Im Grunde gibt es hier so gut wie keine Mittel und schon gar nicht sollte man mit chemischen Dingen versuchen die Hüpferlinge in den Griff zu bekommen. Sehr oft hilft es oder reicht es aus, wieder mehr auf die Wasser Hygiene zu achten.

Vor allem die oben bereits erwähnte Fütterung sollte überprüft werden. Sehr oft wird einfach zu viel gefüttert. An diesem Restfutter erfreuen sich dann die Hüpferlinge.

Auch ein gutes Mittel gegen die Hüpferlinge ist der Einsatz von Fischen. Sei es im Nano Aquarium oder aber auch in einem normalen Aquarium. Zierfische fressen sehr gerne dieses willkommene Lebendfutter und sorgen dafür, dass die Anzahl stark reduziert wird. Hier können Arten wie Guppy oder Platy sehr gut helfen.

 

  • Auch die Wasserchemie achten
  • Nicht zu viel Fütter
  • Fressfeinde einsetzen
  • Abwarten und biologisches Gleichgewicht wieder herstellen

 

Abschließend sollte man sich nicht allzu große Sorgen machen, wenn man Hüpferlinge in seinem Becken feststellt. Meist reduzieren sich die Tiere wieder von ganz alleine.

 

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