Reihenfolge der Filtermedien beim HMF oder Außenfilter

Reihenfolge und Aufbau des Flters (Außenfilters) im Aquarium – Schichte für Sicht: Heute verarbeiten wir ein Thema, welches uns über Facebook zugetragen wurde. Wie platziere ich denn die Filtermedien im Hamburger Mattenfilter Becken oder aber auch bei einem Außenfilter? Was kommt zuerst die grobe Filtermatte oder der Filterschwamm und dann erst die Feinen? Oder wo kommt denn der Torf hin sofern man über Torf filtern möchte? Wie sieht das Ganze mit den Keramik und Tonröhrchen aus welche auch unter dem Namen Siporax kennt. Wo werden diese dann im Filter platziert? Leider gibt es hier recht unterschiedliche Meinungen. Deshalb wollen wir der Sache etwas genauer auf den Grund gehen und uns einen Aufbau eines Filter anschauen.

Reihenfolge HMF Filter

Unser allgemeiner Ratgeber hilft ihnen bei der Auswahl des richtigen Filters und wer mehr Infos zum HMF benötigt der findet dies im großen Ratgeber dazu.

Unterschiedliche Arten von Filtermedien

Schaut man sich bei den Herstellern wie Sera oder Eheim um, dann hat man einen sehr große Auswahl an Filtermedien. Viele davon sind unterschiedliche Filterschaumstoffe oder Filterschwämme. Dieser werden unterschieden in der Größe und vor allem im PPI, was die Dichte und die Körnung des jeweiligen Materials angibt.

Des Weiteren zählt auch heute noch die Filterwatte zu einem echten Klassiker im Außenfilter. Meist wird diese in der letzten Lage eingebaut.

In unserem Artikel zur Aktivkohlefilterung sind wir auch bereits im Detail auf die Vorteile der Kohlefilterung eingegangen.

Zudem gibt es auch die Torffilterung. Diese hat ebenso bestimmte Vorteile, sei es die Beeinflussung der Wasserwerte oder aber auch die Pilzhemmende Funktion. Auch dazu möchten wir aber auf einen extra Artikel hinweisen wo wir die Vorzüge genau beschrieben haben.

Heute findet man aber jede Menge weitere Filtermedium, wie zum Beispiel Sera Siporax, welches sich vor allem durch die sehr große Oberfläche auszeichnet. Auch Filtermedien wie Eheim SubstratPro oder spezielle Nitratentferner wie sie von Juwel mit Nitrax Nitratentferner beworben werden. Da es hier aber nicht um die vielen unterschiedlichen Filtermedien gehen soll, sondern vielmehr darum wie man diese in den Filter einsetzt, wollen wir es auch mit einer weiteren Aufzählung lassen. Alle hier zu nennen würde den Rahmen sprengen.

 

Unterscheidung in mechanische und biologische Filterung

Bei der mechanischen Filterung geht es einzig und allein darum Schwebstoffe und Dreck aus dem Aquarium in den Filter zu bringen. Bei der Biologischen Filterung geht es auch darum gewisse Bakterien entstehen zu lassen, welche wiederum dafür sorgen, dass unsere Wasserwerte im Aquarium stimmen. So wäre zum Beispiel Torf oder aber auch Aktivkohle und einige Bio Substrate dafür da, einen biologische Filterung zu realisieren.

Zudem gibt es aber auch Filtermedien, welche in Kombination wirken.

Die richtige Reihenfolge und Kombination der Filtermedien im Filter

Damit man einen gute Filterwirkung bekommt, muss man auf die richtige Reihenfolge und auch auf die richtige Kombination der Filtermedien achten.

Dabei sind unterschiedliche Faktoren wichtig. Zum einen geht es in der Filterung darum die Schwebstoffe und große Partikel aus dem Wasser zu filtern. Zum anderen aber geht es auch darum belastende Stoffe abzubauen. Dazu gehört auch die Umwandlung im Stickstoffkreislauf und somit der Abbau von Ammoniak / Ammonium / Nitrit und dessen Umwandlungsprozesse. Dazu werden Bakterien benötigt, welche bei einem neuen Aquarium erst entstehen müssen. Siehe dazu auch unseren Artikel zum Einfahren eines Aquariums.

Auch dazu bietet der Filter eine entscheidende Hilfe, denn er ist auch dafür verantwortlich einen Nährboden für die notwendigen Bakterien zu bieten. Also geht es nicht nur um kristallklares Wasser wenn man einen Filter anwendet, sondern zudem noch um die Verbesserung der Wasserwerte um es nicht zu chemisch auszudrücken.

 

  • Verbesserung der Wasserwerte durch Nährboden für wichtige Bakterien
  • Verbesserung des Wassers durch Filterung der Schwebstoffe

 

Dabei spielt es keine Rolle welche Bauform der Filter besitzt. Filtermedien gibt es nicht nur um Außenfilter, sondern auch beim Innenfilter oder den Hamburger Mattenfilter. Dort jedoch erst dann wenn man ein separates Filterbecken betreibt.

Damit dies aber auch gut funktioniert, sollte man sich einige Ratschläge zu Herzen nehmen.

Grundsätzlich kann man beim Aufbau des Filters davon ausgehen, dass man vom groben Filtermaterial zum feinen schichten sollte. Das heißt, dass da wo der Einlauf des schmutzigen und ungefilterten Aquariumwassers das grobe Filtermedium zuerst kommen sollte. Vor allem wenn man die Filterschaumstoffe mit den unterschiedlichen PI Werten betrachtet gilt dies auch.

Die letzte Schicht, bevor man das Wasser wieder in Richtung Aquarium entlässt, sollte dann also sehr fein sein, so dass auch die letzten Schadstoffe und Schwebstoffe entnommen werden und im Filtermedium stecken bleiben. Dort wird sehr oft heute noch die herkömmliche Filterwatte benutzt.

Also grundsätzlich kann man also sagen von grob bis fein.

Merke: Grundsätzlicher Aufbau von Grob bis Fein (Vom Eingang zum Ausgang)

 

Immer wieder jedoch sieht man auch Fehler, vor allem dann wenn man von den konventionellen Filtermedien abweicht.

Sonderfall Siporax und Biofilter Medien

Nicht immer kann man nach der “Grob zu Fein” Regel agieren, denn man muss auch mal gewisse Unterschiede beachten. Zum Beispiel zielt ein Einsatz von Siporax oder anderen Filtermedien darauf ab, dass man die Filteroberfläche vergrößert und somit einen sehr großen Boden zur Anreicherung von Nitrobacter und Co Bakterien anbietet. Würde man diese Filtermedien in die erste Schicht packen, würde die extra große Oberfläche schnell verschmutzen und die vielen Poren würden sich verschließen. Somit wäre die Funktion des Nährbodens nicht mehr gewährleistet und die eigentliche Funktion des Filtermediums ist dahin. Deshalb sollte man zum Beispiel diese Medien an die letzte Schicht setzen.

Also an die Schicht bevor es wieder ins Aquarium geht. Somit würde man die größte Wirkung erzielen. Schaut man sich aber Beschreibungen und Bilder im Internet an, dann sieht man Siporax entweder als erste Schicht oder irgendwo dazwischen. Dies sollte man nicht machen.

Man könnte auch sagen, dass es hier nicht um eine mechanische sondern biologische Filterung geht.

 

Merke: Unterscheide zwischen einer reinen mechanischen und Biologischen Filterung

Sonderformen wie Torf oder Aktivkohle

Auch bei diese Filtermedien muss man darauf achten, welchen Platz oder welche Reihenfolge sie im Aquarium bekommen. Torf Filterung hat meist den Zweck das Aquarium Wasser weichen und saurer zu machen. Also eine Reduzierung der Harte und des PH Wertes. Deshalb würde man dieses Filtermedium in ein biologisches einteilen. Geht man nun vom logischen Menschenverstand aus, dann würde Torf an erster Stelle keinen Sinn machen. Deshalb sollte dies ganz am Ende oder zumindest sehr weit am Ende im Filter platziert werden.

Genauso verhält sich dies auch mit einer Aktivkohlefilterung. Sie dient dazu Medikamentenreste aus dem Aquarium Wasser zu entfernen.

 

Einen generellen optimalen Aufbau des Filters (Außenfilter) gibt es nicht

Abschließend vielleicht noch ein Wort zu den vielen unterschiedlichen Meinungen wie man am besten einen Filter aufbaut. Ein generelles Richtig oder Falsch gibt es nicht. So kann man nicht grundsätzlich sagen, dass diese Auflistung der einzelnen Schichten richtig ist. Es gibt auch sehr viele Abweichungen, welche aber ebenso gut funktionieren können.

Vor allem dann wenn man die kaum mehr überschaubare Vielfalt der Filtermedien such anschaut. Sei es Substrate, Pellets, Körnungen unterschiedlicher Art und Struktur, verschiedene Materialien wie Keramik, Glas, Ton und vieles mehr. Hier den Überblick zu bewahren ist nicht immer einfach.

Deshalb möchten wir abschließend noch raten, dass man auch einiges ausprobieren kann. Man hat sehr schnell ein Feedback, wenn man die Wasserwerte kontrolliert oder aber auch sich einfach das Wasser anschaut. Vor allem dann, wenn die Optik nicht mehr stimmt.

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