Wasseraufbereitung im Aquarium

Wasseraufbereitung Aquarium: Zierfische, Garnelen und Krebse benötigen vor allem das Wasser um zu leben. Damit sie auch die optimalen Wasserbedingungen erhalten gilt es einiges bei der Wasseraufbereitung zu beachten. Die Wasseraufbereitung ist ein oft diskutierter Punkt, vor allem dann, wenn es um Zusätze geht. Wasseraufbereitung muss sei oder muss auch nicht sein? Was gehört alles zur Wasseraufbereitung im Aquarium und ist die Wasseraufbereitung überhaupt notwendig?  Diese Fragen und noch mehr gibt es im nachfolgenden Ratgeber zur Wasseraufbereitung im Aquarium. Wir gehen hier aber nur auf das Wasser in einem Süßwasserbecken genauer ein. Salzwasserbecken werden nicht behandelt.

 

Wasseraufbereitung Aquarium

Wasser ist doch Wasser

Sicherlich werden die Anfänger der Meinung sein, dass eine Wasseraufbereitung nicht wirklich notwendig ist. Dem ist aber meist nicht so und die Gründe für eine Wasseraufbereitung mit speziellen Mitteln können recht unterschiedlich sein. Wasser ist letztendlich eine Zusammenstellung aus vielen chemischen Stoffen. So kann man im Wasser neben Chlor und Kupfer auch Phosphor und Schwermetalle finden. Viele dieser Stoffe sind für Zierfische bedenklich. Deshalb macht es Sinn sich mit dem Thema Wasseraufbereitung genauer zu beschäftigen. Beginnen wir aber zuerst mit einem Blick auf das Leitungswasser, welches ja meist der Grundstoff unseres Aquariums Wasser ist.

 

 

Wie ist denn das Leitungswasser? Ist das nicht sauber?

Genau diese Frage sollten sie sich stellen. Bevor man nicht weiß, wie denn das Leitungswasser ist, welches aus dem heimischen Wasserhahn kommt, muss man sich keinen Gedanken über irgendwelche Wasseraufbereiter machen. Auch die Frage ob das Wasser sauber oder nicht sauber ist, macht ohne eine Prüfung nur wenig Sinn. Zudem der Begriff sauber hier eigentlich nicht passend ist. Im Grunde ändert sich die Zusammensetzung. So kann es sein, dass ein Wasser eher härter ist, also die Gesamthärte GH über 10 Grad liegt oder aber ein anderes Wasser eher weich ist, spricht eine Gesamthärte unter 5. Zuerst heißt es als das Wasser aus der heimischen Wasserleitung genau zu analysieren. Dazu gibt es verschiedenen Möglichkeiten.

 

  • Leitungswasser einschicken in ein Labor
  • Leitungswasser vom Wasserversorger prüfen lassen
  • Leitungswasser selber prüfen

 

Meist reicht eine einfache Anfrage beim örtlichen Wasserversorger und schon hat man eine Analyse des Leitungswassers. Diese wissen meist, aus welchen Bestandteilen das Wasser besteht. Dennoch reicht dies nach unserer Meinung nicht aus.

 

Achtung: Nicht nur auf die Werte des Wasserversorgers verlassen!!

 

Warum man sich nicht einfach auf diese Werte verlassen sollte, liegt meist an den Örtlichkeiten zuhause. Das Leitungsnetz könnte aus Kupfer bestehen und auch auf dem Weg zum Haus können sich giftige Schwermetalle ansammeln. Deshalb kommt man nach unserer Meinung an einem Tröpfchentest Zuhause nicht vorbei.

Deshalb sollte man zusätzlich einige eigene Test vor allem was Chlor, Kupfer, Eisen, Phosphat und Ammoniak ausmacht, machen. Sogar Nitrat wird bereits im Leitungswasser sein.

Schickt man das Wasser ein, dann hat man einen sehr gut und meist auch eine bessere Analyse, als mit den Tröpfchen und Streifentest, wie man sie von Tetra, Sera, JBL und Co kennt.

 

Brauche ich überhaupt Wasseraufbereitungsmittel?

Diese Frage lässt sich auch nicht ganz so einfach beantworten, denn zuerst muss man sich nach den Gründen fragen, warum es Sinn machen kann, auch bei einem relativ guten Wasser sei es Quell und Felswasser, eine Wasseraufbereitung zu machen. Leider passiert es selbst bei diesen sehr guten Wassersorten auch, dass auf dem Weg zu uns die Spurenelemente verloren gehen.

 

Die Gründe für eine Wasseraufbereitung

Kommen wir nun zu den Gründen, wann eine Wasseraufbereitung des Aquarium Wassers Sinn machen kann. Natürlich muss dies nicht immer so sein. Und auch nicht alle nachfolgenden Gründe, müssen zutreffen.

 

  • Stark belastetes Wasser durch Schwermetalle
  • Wasser entspricht nicht den gewünschten Werten
  • Verringerung der Härte des Wassers
  • Verringerung des PH Wertes
  • Spezielle Anforderungen bei der Zucht
  • Bei Neubauten und hoher Kupferanreicherungen
  • Anreicherung von Spurenelementen

 

Wann sollte ich denn Wasseraufbereiter benutzen?

Dies hängt natürlich eng mit den oben genannten Gründen zusammen. Der Zeitpunkt ist im Normalfall immer der regelmäßige Wasserwechsel.

 

Alles über den Wasserwechsel

 

Es kann natürlich auch bei einer Neueinrichtung Sinn machen, das Wasser entsprechend aufzubereiten.

Stellt man Probleme fest oder gibt es Ungereimtheiten, sollte man ebenso die Wasseraufbereitung in Erwägung ziehen.

 

Bitte beachten: Bei einem Wasserwechsel immer zuerst das stehenden Wasser in der Wasserleitung ablaufen lassen. Also spricht einige Zeit Wasserhahn auf und erst dann das Wasser benutzen.

 

Wasseraufbereitung mit Osmosewasser / Umkehr Osmoseanlage

Werfen wir nun einen Blick auf die unterschiedlichen Arten der Wasseraufbereitung. Wer denkt, die Wasseraufbereitung hat immer etwas mit Chemie zu tun, der täuscht sich. Meist bringen dies Anfänger damit in Verbindung. Profis und Experten bereiten ihr Wasser aber zum Beispiel mit Osmosewasser auf und mischen dieses mit entsprechendem Leitungswasser, um exakte Werte für ihre Becken zu bekommen. Sei es in der Zucht oder aber auch bei sensiblen Fischen. Grund kann auch ein sehr hartes Leitungswasser sein, wie es auch bei uns der Fall ist. Kalk gehört hier zum Standard. Deshalb muss sogar im Gesellschaftsbecken mit einer Osmoseanlage nachgeholfen werden. Auch Calcium oder Carbonat kann ebenfalls mit einer Umkehr Osmoseanlage verändert werden.  Was dort genau passiert erklären wir in einem separaten Artikel.

 

Wasseraufbereitung mit chemischen Zusätzen

Natürlich bietet auch der Handel jede Menge an chemischen Zusätzen an und bewirbt diese auch extrem. Meist kann man aber auch auf diese verzichten. Schaut man sich die Inhaltsstoffe mal genauer an, dann stellt man fest, dass hier zum Beispiel das Phosphat in Eisenphosphat mit Hilfe von Eisensalz umgewandelt wird. Auch Chelatron findet man meist in diesen Mitteln. Sie sorgen dafür, dass Schwermetalle gebunden werden. Fixiernatron ist dafür da, das giftige Chlor in Chlorid umzuwandeln. Wie man sieht, kann es durchaus Sinn machen bei gewissen Problemen im Leitungswasser, nachzuhelfen und chemische Zusätze zu benutzen. Es soll aber auch mit Naturmitteln ohne Chemie gehen.

 

 

Wasseraufbereitung mit Easy Life

Immer wieder liest man in den Medien, Magazinen und Foren, dass Esay Life auch bei der Wasseraufbereitung ein wahrer Helfer sein soll. Hier verspricht der Hersteller, keine chemischen Stoffe zu verwenden und dennoch sollen hier durch Natursubstanzen gewisse Vorteile erzielt werden. Sei es die Reduzierung von Chlor oder aber auch von Ammonium und auch Kupfer soll sich damit reduzieren lassen. Mit ein Inhaltsstoff von Easy Life ist Ton. Ton Böden schaffen es wie eine Art Ionisierung zu wirken. Somit sollen gewisse chemischen Verbindungen dadurch beeinflusst werden. Wir haben mit dieser Substanz bisher wenig Erfahrungen.

 

 

Wasseraufbereitung durch Vorfilterung

Auch mit dieser Methode kann man aus dem Leitungswasser andere Verbindungen lösen. Benutzt man eine gewisse Vorfilterung des Wassers, dann ist eine beeinflussung der Wasserwerte möglich. Hier sei unter anderem wieder die Torffilterung genannt.

 

Zierfische haben unterschiedliche Anforderungen

Sicherlich gibt es viele Möglichkeiten das Wasser entsprechend zu verändern, aber nicht immer wird man dies müssen. Dennoch gibt es von Fisch zu Fisch unterschiedliche Anforderungen. So Leben zum Beispiel Fische im Amazonasbecken in einem sehr weichen Wasser, wobei die Brasche im Malawisee eher hartes Wasser gewohnt sind. Ob das Wasser hart oder weich ist bestimmen die Erdalkalien, welche im Wasser gelöst sind. Diese können neben Calcium und Magnesium auch Carbonate sein. Diese Werte lassen sich ebenso durch die Beisetzung verschiedener Stoffe bei der Wasseraufbereitung entsprechend verändern.

Auch die Wirbellosen wie Garnelen oder Krebse haben unterschiedliche Anforderungen an das Wasser. Sie lieben meist weiches Wasser, welches auch vom PH Wert her eher sauer sein sollte. Bei recht wenig Wasserwerken wird dieses Wasser so zur Verfügung gestellt. Auch hier sollte man entsprechend nachhelfen. In einem Nano Aquarium wird hier meist ein Oxydator verwendet. Dieser dient zudem auch für die Düngung im Becken.

Natürlich gibt es viele wissenschaftliche und biologische Abhandlungen nur über das Wasser in einem Aquarium. Dieser Artikel sollte nur auf die Basics eingehen.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen